Tiroler Gemüsebauern starten jährlich neue Sortenversuche

Der Gemüsebau in Tirol konzentriert sich rund um Innsbruck, wo rund 100 bäuerliche Familien auf 1.200 Hektar mehr als 60 verschiedene Gemüsearten für den heimischen Markt produzieren. Jährlich werden mehr als 100 Sortenversuche gestartet, um herauszufinden, welche sich für die lokalen Bedingungen eignen.
Jährlich werden neue Sorten angebaut um die beste für die lokalen Bedingungen herauszufinden.
Jährlich werden neue Sorten angebaut um die beste für die lokalen Bedingungen herauszufinden.
"Unsere bäuerlichen Spezialisten liefern Produkte, die sich am Markt behaupten können. Dabei geht es keineswegs um Nischenware, sondern um die Versorgung der gesamten Bevölkerung ", erklärt LK-Präsident Josef Hechenberger. Auch für Landeshauptmann-Stellvertreter Anton Steixner ist der Gemüsebau ein vorbildliches Erfolgsmodell für die Bauern seines Landes: "Gut ausgebildete, innovative und risikofreudige Bauern erzeugen Produkte, die im Trend liegen. Gemüse aus Tirol bürgt für Qualität. Unser Ziel muss es sein, dass Handel und Gastronomie dies noch mehr als bisher erkennen und auf die Herkunft achten. "

Etwa 80% der Produkte werden über die heimischen Handelsketten vermarktet. Die restliche Ware geht nach Süddeutschland, Norditalien und die anderen österreichischen Bundesländer. Tirol produziert alleine jährlich 200 Mio. Radieschen und 20 Mio. Salatköpfe.
Neben dem Lebensmitteleinzelhandel (LEH) zählen die heimischen Gastronomen, die direkt oder über Großhändler beliefert werden, zu den wichtigsten Abnehmern. Einige Bauern haben sich auch auf die Direktvermarktung spezialisiert. "

Dem Obmann der Tiroler Gemüsebauern, Josef Schirmer, liegt der eigenständige Weg besonders am Herzen: "Wir brauchen keine Vermarktungsorganisation. Jeder Bauer liefert direkt an seine Kunden. Dadurch können wir schnell und flexibel auf die Erfordernisse des Marktes reagieren. Die Zusammenarbeit mit den Handelsketten funktioniert gut, auch wenn die Preisvorstellungen manchmal etwas auseinandergehen. " Kritisch sieht Schirmer die Qualitätssicherungssysteme des LEH: "Wenn jeder Abnehmer ein eigenes System installiert, wird es für die Bauern immer unübersichtlicher. " (AIZ)


Aktualisiert am: 17.09.2010 12:16
Landwirt.com Händler Landwirt.com User