Tiroler Erwerbsobstbauern bündeln ihre Kräfte

Gründung des Verbandes „TirolObst“ will Professionalisierung der Bauern sowie Vermarktung vorantreiben.
Die besondere Chance für ihre Obstbauern sehen LK-Präsident Josef Hechenberger und Fachbereichsleiter Wendelin Juen beim derzeit niedrigen Selbstversorgungsgrad von Frischobst.
Die besondere Chance für ihre Obstbauern sehen LK-Präsident Josef Hechenberger und Fachbereichsleiter Wendelin Juen beim derzeit niedrigen Selbstversorgungsgrad von Frischobst.
In der Vielzahl der landwirtschaftlichen Produktionssparten in Tirol nimmt der Obstbau einen wichtigen Stellenwert ein. Immerhin werden auf einer Gesamtfläche von 200 Hektar hauptsächlich Äpfel, Erdbeeren und Zwetschken, aber auch Birnen, Kirschen, Marillen und einige Beerenarten angebaut. Die 145 Erwerbsobstbaubetriebe des Landes haben nun den Verband "TirolObst" gegründet, um künftig in Zusammenarbeit mit der Landwirtschaftskammer ihre Interessen - in fachlicher wie auch in interessenpolitischer Hinsicht - noch besser vertreten zu können. "Dieser Zusammenschluss zeigt, dass die Tiroler Obstbauern an einem gemeinsamen Strang ziehen. Kern-, Stein- und Beerenobstbereich sollen in diesem Verein gleichermaßen vertreten werden", so Obmann Hermann Kuenz.

Weitere Aufgaben betreffen die zunehmende Professionalisierung der Obstbauern und den Ausbau des Erfahrungsaustausches mit dem Versuchszentrum Laimburg, vor allem im schulischen Bereich und im Versuchswesen, sodass jeder Obsterzeuger den gleichen Zugang zu Fachwissen und neuesten Entwicklungen hat. Neueinsteiger werden, von Fachleuten begleitet, bei der Bewältigung der Einstiegshürden unterstützt. Ein zentraler Punkt betrifft die Vermarktung. Bei Äpfeln und Zwetschken erfolgt diese bereits über "Qualität Tirol", eine Ausweitung auf andere Sorten ist geplant.

Gute Chancen für Tiroler Obstbau
Die besondere Chance für ihre Obstbauern sehen LK-Präsident Josef Hechenberger und Fachbereichsleiter Wendelin Juen beim derzeit niedrigen Selbstversorgungsgrad von 10 bis 20% und einer jährlichen Frischobstmenge von rund 6 Mio. kg in Tirol. Die Steigerung der Produktion bei gleichzeitigem Halten der Wertschöpfung im eigenen Land sei dabei oberste Prämisse. Tiroler Obst wird lediglich im eigenen Bundesland abgesetzt.


Aktualisiert am: 10.09.2009 22:23
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