Tirol Milch: Optionen für Standort Lienz

Vergangene Woche wurden die Gutachten zur Zukunft der Tirol Milch präsentiert. Diese ergaben, wie berichtet, dass ein gemeinsamer Weg mit der Berglandmilch große Chancen für die Molkerei mit Sitz in Wörgl bietet. Was mit dem Standort Lienz geschehen soll, muss noch genau unter die Lupe genommen werden.
Besonders über die Zukunft des Standortes in Lienz wird derzeit heiß diskutiert.
Besonders über die Zukunft des Standortes in Lienz wird derzeit heiß diskutiert.
Neben den genannten Punkten, kamen die Experten auch zu dem Schluss, dass sowohl bei einer Stand-alone-Lösung als auch einer Einbringung in die Berglandmilch Restrukturierungs-Maßnahmen im Unternehmen notwendig sind, insbesondere am Standort Osttirol. "Derzeit nehmen wir die Optionen für das Werk Lienz ganz genau unter die Lupe, da sich dieser Betrieb in den vergangenen Monaten nicht zufriedenstellend entwickelt hat", berichtet Tirol Milch-Obmann Stefan Lindner. Eine Variante sei die stärkere Kooperation mit der Kärntner Milch, für die bereits heute in Lohnarbeit Graukäse, Weichkäse und die Kärntner Spezialität Glundner hergestellt wird. "Wir führen Gespräche über den Ausbau dieser Zusammenarbeit. Auch von der Berglandmilch kommen positive Signale für Lienz", so der Obmann. Lienz sei aufgrund der Lage und der Größe für Nischenprodukte geeignet. Ein Verkauf dieses Werks käme nicht in Frage: "Unser großes Ziel ist es, dass die Osttiroler Bauern auch in Zukunft an die Tirol Milch liefern", betont Lindner.

Umzug an neuen Firmenstandort in Wörgl abgeschlossen
Am vergangenen Wochenende eröffnete die Tirol Milch mit mehr als 400 Gästen ihren neuen Standort in Wörgl. "Mit diesem zukunftsweisenden Werk sind wir für künftige Herausforderungen gerüstet", unterstrich Lindner. Das Investitionsvolumen für die neue Zentrale lag bei insgesamt 45 Mio. Euro. Die Energieversorgung erfolgt hier durch das firmeneigene Biomasseheizwerk, das eine Leistung von 7.000 Kilowatt aufweist. Das Logistikzentrum bietet Platz für mehr als 7.000 Paletten und wird automatisch bewirtschaftet. Die vier Käsereifekeller verfügen über eine Kapazität von mehr als 2.000 t. Ehrengast bei der Eröffnung war Landwirtschaftsminister Nikolaus Berlakovich. Mit dem neuen Standort könne eine wichtige Effizienzsteigerung in der Verarbeitung erreicht werden, und die geringeren Verarbeitungskosten würden letztlich den Milchbauern durch einen höheren Preis zugutekommen, sagte der Minister.

Tiroler Milch in neuer Verpackung
Im Rahmen der Eröffnungsfeier präsentierte die Tirol Milch auch ihr neues Logo sowie die neuen Verpackungen. "Die Arbeiten am modernen Marktauftritt starteten bereits im Sommer 2009. Beim Logo setzen wir auch in Zukunft auf die gewohnten Elemente Berg und Sonne, die das Markenzeichen unseres Unternehmens bleiben", erläuterte Armin Pichler, für Vertrieb und Marketing zuständiger Geschäftsleiter. Die Umstellung der Packungen werde fließend erfolgen, das bestehende Material werde aufgebraucht, so Pichler. "Der Auftritt ändert sich, unser Grundsatz bleibt der gleiche: Wo Tirol Milch draufsteht, wird auch künftig Tiroler Milch enthalten sein", versprach Obmann Lindner. (AIZ)

Autor:
Aktualisiert am: 31.08.2010 23:37
Landwirt.com Händler Landwirt.com User