Tirol: Erste Viehversteigerungen im neuen Agrarzentrum West

Im neuen Agrarzentrum West in Imst, Tirol, fand vor Kurzem die erste Viehversteigerung statt. Die Veranstalter und Organisatoren zeigten das fertiggestellte Projekt voller Stolz. Im Agrarzentrum befinden sich nun Maschinenring, Versteigerungs- und Veranstaltungsräumlichkeiten unter einem Dach.
Das Agrarzentrum West als Genossenschaft gehört zu 77% dem Tiroler Braunviehtzuchtverband.
Das Agrarzentrum West als Genossenschaft gehört zu 77% dem Tiroler Braunviehtzuchtverband.
Die neu errichtete Anlage entspricht höchsten tierschutzrechtlichen Standards und gilt als eines der Zukunftsprojekte der Tiroler Landwirtschaft. Erstmalig werden hier alle Rinderrassen am selben Tag versteigert. Pro Jahr werden rund 9.000 Stück Zucht-, Nutz- und Schlachtvieh vermarktet. Das entspricht über 50% des Gesamttiroler Volumens. Besonders wichtig war uns auch, dass das Agrarzentrum höchsten veterinärtechnischen Voraussetzungen entspricht. Gerade für die Oberländer Bauern mit traditionell wenig Milchkontingent ist die Aufzucht eines der Haupteinkommen. Neben den Versteigerungen sollen Beratung und Unterstützung für die Bauern durch die Bezirkslandwirtschaftskammer Imst am gleichen Ort verfügbar sein.

Agrarzentrum West
Das Agrarzentrum West wurde 2008 als eingetragene Genossenschaft gegründet, die vom Raiffeisenverband Tirol betreut und geprüft wird. "Es gibt zwei Hauptgenossenschafter, nämlich den Braunviehzuchtverband mit 77% und den Grauviehzuchtverband mit 13%. Die restlichen 10% verteilen sich auf Rinder- und Schafzuchtverband, Landwirtschaftskammer und elf Einzelpersonen, welche in Vorstand und Aufsichtsrat der Genossenschaft vertreten sind", erläutert Obmann Martin Kapeller die Eigentumsverhältnisse.


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Aktualisiert am: 01.09.2010 16:31
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