Tirol: Auszeichnung für Betriebe mit hervorragender Futterqualität

Internationale Studien belegen, dass bis zu 25 Prozent der Gewinnreserven in der Milchproduktion mit der Grundfutterqualität zusammenhängen. 19 Tiroler Betriebe, die durch gezielte Maßnahmen eine Verbesserung von Heu- und Silagequalität erreicht haben, wurden im Rahmen des diesjährigen Rinderfachtages ausgezeichnet.
Die für ihre optimale Grundfutterqualität ausgezeichneten Betriebsführer – gemeinsam mit Ing. Mag. Peter Frank (1.v.r., LK-Projektleiter Grundfutterqualität), Hannes Dengg (2.v.r., Obmann-Stv. Maschinenring Tirol) und LK-Präsident Ing. Josef Hechenberger (ganz links).
Die für ihre optimale Grundfutterqualität ausgezeichneten Betriebsführer – gemeinsam mit Ing. Mag. Peter Frank (1.v.r., LK-Projektleiter Grundfutterqualität), Hannes Dengg (2.v.r., Obmann-Stv. Maschinenring Tirol) und LK-Präsident Ing. Josef Hechenberger (ganz links).
Als Höhepunkt der Grundfutteruntersuchungsaktion 2011 wurden 19 Betriebe für ihre hervorragenden Qualitäten ausgezeichnet. Insgesamt haben bei der Aktion über 154 motivierte Bäuerinnen und Bauern ihr Grundfutter (Heu und Silage) mit knapp 320 Proben im Labor untersuchen lassen. Im Rahmen von Auswertungsseminaren wurden die Futterproben ausführlich besprochen, Stärken und Schwächen herausgearbeitet und bei Bedarf Maßnahmen zur Verbesserung festgelegt. „In Tirol haben wir knapp 78.000 Hektar Wiesen mit zwei oder mehr Nutzungen. Hier wird unser Grundfutter produziert. Was an Erträgen und Qualität erzielt wird, bildet die Grundlage für die Fütterung und ist mit entscheidend für den wirtschaftlichen Erfolg unserer bäuerlichen Betriebe. Auch eine erfolgreiche Milch- und Fleischproduktion hat ihren Ausgangspunkt auf der Wiese. Und dies schlägt sich letztlich im Endprodukt für unsere Konsumenten nieder“, erklärt LK-Präsident Josef Hechenberger.

Ergebnisse optimieren
„Das Grundfutter bildet die Basis für den wirtschaftlichen Erfolg in der Milch- und Fleischproduktion. Dabei geht es hauptsächlich um eine hohe Futteraufnahme, die nur mit sauberem und nährstoffreichem Grundfutter erreicht wird. Die genaueren Auswertungen der Laborergebnisse vom Jahr 2011 zeigen einen erfreulichen Trend: Die erzielten Grundfutterqualitäten sind durchwegs besser als in den beiden Vorjahren“, skizziert Peter Frank, LK-Projektleiter Grundfutterqualität, den Beratungsschwerpunkt. Mit der Beratungsoffensive „Projekt Grundfutterqualität“ ist es der Landwirtschaftskammer Tirol, gemeinsam mit dem Lehr- und Forschungszentrum Raumberg-Gumpenstein, gelungen, viele Bäuerinnen und Bauern darauf zu sensibilisieren, die Potenziale ihrer Pflanzenbeständen und der Futterkonservierung zu erkennen und zu verbessern. Frei nach dem Motto „Gesundes Futter, hohe Qualität beim Endprodukt“. Bei den Seminaren haben Bäuerinnen und Bauern die Qualitäten ihres Futters selber bewertet. Struktur, Verunreinigung, Farbe und Geruch, sowie das Laborergebnis waren die Kriterien für die Bewertung. Die Punktesieger wurden geehrt und erhielten eine Urkunde für ihre Leistungen. (LK Tirol)


Aktualisiert am: 30.01.2012 09:09
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