Tipps zur Maissaat 2013

Die Mais-Saat steht vor der Tür. Die Böden sind oft aber noch feucht und kalt - Folgen eines außergewöhnlich langen Winters. Wie kann man auf diese außergewöhnlichen Umstände reagieren?
Die Ablagetiefe sollte dabei konstant bei 4 cm liegen. Um eine exakte Ablagetiefe zu erreichen, muss unbedingt die Anbaugeschwindigkeit auf 6 bis 8 km/h gedrosselt werden.
Die Ablagetiefe sollte dabei konstant bei 4 cm liegen. Um eine exakte Ablagetiefe zu erreichen, muss unbedingt die Anbaugeschwindigkeit auf 6 bis 8 km/h gedrosselt werden.
Ab einer Bodentemperatur von 8 bis 10 °C ist der Maisanbau pflanzenbaulich möglich. In diesem Jahr sind die Böden aufgrund des langen Winters und des feuchten Frühlings oft noch kalt und durchnässt. Dennoch können die Böden in den nächsten Tagen schnell erwärmen. Langjährige Zeitstufenversuche haben ergeben, dass – je nach Region und Frühjahrswitterung – Saattermine zwischen dem 10. und 20. April als optimal einzustufen sind. Die Ablagetiefe sollte dabei konstant bei 4 cm liegen. Da die Böden heuer oft nur oberflächig abgetrocknet sind, sollten in diesem Jahr die Maiskörner keinesfalls tiefer abgelegt werden. Um eine exakte Ablagetiefe zu erreichen, muss unbedingt die Anbaugeschwindigkeit auf 6 bis 8 km/h gedrosselt werden. Zu hohe Geschwindigkeiten führen zu Fehlstellen und seichtem Ablegen des Saatkorns.

Saatstärke anpassen
Die Saatstärke hängt von der Reifezahl ab. Da spätreife Sorten über höhere Kolbengewichte verfügen, reicht eine geringere Saatstärke als bei frühreifen Sorten. Zu hohe Saatstärken führen zwangsläufig zu reduzierten Kolbengewichten. Bei frühreifen Sorten in den Reifeklassen unter FAO 280 und guter Wasserversorgung gilt die Marke von 100.000 Pflanzen pro Hektar als Maximum. Bei Reifeklassen von FAO 290 bis 320 wird das Maximum bei 90.000 Korn und bei darüber liegenden Reifezahlen bei 80.000 bis 85.000 Korn liegen. In Trockengebieten sinkt die entsprechende Anzahl um 10 %. Der Pflanzenabstand innerhalb der Reihe kann der Tabelle entnommen werden. Für eine exakte Ablagegenauigkeit ist die Saatgeschwindigkeit wesentlich.

Pflanzenzahl kontrollieren
Nach dem Aufgang kann die Pflanzenzahl mithilfe eines 14,28 m langen Maßbands kontrolliert werden. Diese Länge entspricht bei einer Reihenweite von 70 cm exakt 10 m². Die Pflanzenzahl auf dieser Länge sollte nach Multiplikation mit 1.000 annähernd (mit geringen Abzügen) der angestrebten Pflanzenzahl je Hektar entsprechen. Bei einer geforderten Saatdichte von 90.000 Körnern pro Hektar sollten auf dieser Strecke 90 Pflanzen gezählt werden.

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Aktualisiert am: 13.04.2013 08:06
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