Tipps zur Herbstweide

Im Herbst wird traditionell in vielen Betrieben auf die Weide gesetzt. Die Rinder grasen den Restaufwuchs der Wiesen vor Einbruch des Winters ab. Damit diese Futterperiode erfolgreich verläuft, sollten einige Punkte beachtet werden.
Gerade im Herbst sind die Weideflächen sehr trittempfindlich. Die weit verbreitete Portionsweide ist daher nicht zu empfehlen.
Gerade im Herbst sind die Weideflächen sehr trittempfindlich. Die weit verbreitete Portionsweide ist daher nicht zu empfehlen.
Im Herbst sind die Weideflächen besonders trittempfindlich. Hier werden oft davor ausschließlich schnittgenutzte Flächen beweidet. Gerade diese Flächen sind auf Grund des obergrasbetonten Pflanzenbestandes zumeist sehr lückig. Darüber hinaus ist der Boden durch die Taubildung und das feuchtere Wetter deutlich nasser und verformbarer. Damit unter diesen Bedingungen keine nachhaltigen Schäden an der Wiesennarbe entstehen, müssen die Weidetiere möglichst gleichmäßig auf einer größeren Fläche verteilt werden. Die weit verbreitete Portionsweide ist gerade im Herbst nicht zu empfehlen. Hier ist die Standweide wesentlich günstiger, da sich die Tiere nicht nur großflächiger verteilen sondern auch ruhiger verhalten. Wichtig dabei ist jedoch, dass die Rinder in nicht zu hohe Grasbestände kommen (Ziel unter 10 cm).

Beifütterung beachten
Ideal wäre eine rasche Bestoßung schon einige Tage nach der Schnittnutzung. Unabhängig vom Weidesystem muss im Herbst aber das erhöhte Blährisiko beachtet werden. Die Futterqualität intensiv nutzbarer Weidestandorte ist auch im Frühherbst noch gut. Das Weidefutter weist aber eine geringe Strukturwirksamkeit auf und der Eiweißgehalt ist hoch. Eine Ergänzung mit Heu, Silage oder qualitativ gutem Futterstroh ist im Spätherbst zu empfehlen und verbessert auch die Futterumstellung auf die Winterration.

Den gesamten Artikel können Sie in der Ausgabe 19/2012 unserer Fachzeitschrift "Der fortschrittliche Landwirt" nachlesen.

Autor: PD Dr. Andreas STEINWIDDER, Bio-Institut LFZ Raumberg-Gumpenstein

Weiters in dieser Ausgabe:
- Hemmstoffmilch: Verschleppung kostet bares Geld und begünstigt Resistenzen
- Klimawandel begünstigt Parasiten
- Richtiger Umgang mit Mutterkuhkälbern


Aktualisiert am: 19.09.2012 23:13
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