Tipps für Weidezäune

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Bevor die Weidesaison beginnt, ist es an der Zeit die Zäune und Technik zu überprüfen. Wir geben Ihnen Tipps für Elektrozäune.
Es gibt verschiedene Weidezaunsysteme - nicht jedes passt für jeden Betrieb.
Es gibt verschiedene Weidezaunsysteme - nicht jedes passt für jeden Betrieb.
Die erfahrenen Kühe wissen es bereits: Wenn im Frühjahr die Zaunpfähle in die Erde geschlagen werden und es schon nach frischem Gras riecht, kann es nicht mehr lange dauern. Sie wittern die Weide. Damit die Rinder aber auch in der Weide bleiben und nicht die ganze Nachbarschaft unsicher machen, braucht es eine gute Zaunanlage. Die muss regelmäßig gewartet werden.

Was macht einen guten Zaun aus?
Das Herz des Elektrozauns ist das Weidezaungerät. Es gibt regelmäßig Stromimpulse ab, deren Stärke von der Leistung des Gerätes abhängig ist. Je höher die Ladeenergie (Joule-Wert) ist, dass das Gerät aus der Stromquelle nimmt, desto stärker ist der abgegebene Impuls. Damit alles gut funktioniert ist eine gut leitende Zaunleitung, gute Isolatoren, eine gut gemachte Erdung usw. die Voraussetzung. Der Zaun sollte möglichst frei von ungewünschten Ableitungen (Bewuchs usw.) sein.
Damit die Hütesicherheit gegeben ist, muss ein Zaun folgende Mindestkriterien erfüllen:
  • Hütespannung am Zaun von mindestens 2.000 Volt, bei langhaarigen Tieren werden 4.000 Volt empfohlen
  • Regelmäßige Kontrolle der Spannung mit entsprechenden Prüfgeräten
  • Eine an die Tierart angepasste Zaunhöhe und Drahtanzahl


Das richtige Weidezaungerät finden
Die Wahl Ihres Weidezaungerätes treffen Sie zunächst nach der Energieversorgung. Wenn Sie eine Weide in der Nähe eines 230 Volt Anschlusses haben, dann sollten Sie ein Weidezaunnetzgerät nehmen. Ist die Weide weiter entfernt oder die Zaunlänge nicht sehr groß und kein 230 Volt Anschluss vorhanden, wählen Sie ein Akkugerät (9 bzw. empfohlen werden 12 Volt) oder ein Solargerät (+12 Volt Akku). Zum Ein- und Ausschalten bietet der Handel bei manchen Produkten Fernbedienungen mit Digitalvolt- und Amperemetern an.

Bei einem Zaunkontakt schließt die Erdung eines Weidezaungerätes den Stromkreis. Je kräftiger das Elektrozaungerät ist, desto besser muss die Erdung sein. Ist diese schlecht gemacht ist der Übergangswiderstand zu groß und es tritt dort eine Spannung auf, die der Zaunspannung verloren geht. Die Erdung sollten Sie möglichst an einer Stelle errichten, die das ganze Jahr über feucht ist. Als Erdungsstäbe eignen sich verzinkte Eisen- bzw. Wasserleitungsrohre. Diese müssen Sie zumindest 1 m tief einschlagen. Bei starken Weidezaungeräten reicht ein Erdungsstab nicht aus. Hier sollten Sie mehrere im Abstand von zwei Metern einschlagen und diese gut stromleitend verbinden.

Mehr Tipps zum Weidezaunbau finden Sie in der LANDWIRT Bio Ausgabe 2/2017. Kostenloses Probeheft bestellen




Aktualisiert am: 24.02.2017 09:33
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