Tipps für Patchworkfamilien

Kategorien zum Thema: Familie
Während eine normale Familie über die Jahre zusammenwächst, geschieht es bei einer Patchworkfamilie quasi über Nacht. Welche Chancen aber auch Risiken das mit sich bringt erklärt die Psychologin in folgendem Beitrag.
Plötzlich nimmt ein „neuer“ den Rang des Kleinsten in der Familie ein. Eine Patchworkfamilie ist Chance und Risiko zugleich. Foto: Julia Kuznetsova/shutterstock.com
Plötzlich nimmt ein „neuer“ den Rang des Kleinsten in der Familie ein. Eine Patchworkfamilie ist Chance und Risiko zugleich. Foto: Julia Kuznetsova/shutterstock.com
In jeder Familie, egal ob Kernfamilie oder Patchworkfamilie gibt es gute und schlechte Zeiten. Was besser, richtig oder falsch ist, steht niemandem zu, zu bewerten. Fakt ist, dass Patchworkfamilien „zusammengewürfelte“ Familien sind, die wir Erwachsenen uns (mehr oder weniger) selbst ausgesucht haben. Die Kinder jedoch nicht – und so müssen alle Beteiligten langsam lernen, wie aus vielen kleinen einzelnen Puzzleteilen ein neues Ganzes werden kann.

Tipps für gute Startbedingungen für eine Patchworkfamilie
Es ist normal, das leibliche Kind mehr zu lieben als das Kind des Partners / der Partnerin und kein Grund sich mit Selbstvorwürfen zu zerfleischen
Aus Erziehungsfragen anfangs heraus halten, keinesfalls ungefragt einmischen.
Das Kind sollte nicht gedrängt werden, den neuen Partner als Ersatzelternteil zu sehen. Das Ziel sollte vielmehr gegenseitiger Respekt heißen.
Mit Konflikten offen umgehen, ansprechen was einem nicht gefällt.
Alle Familienmitglieder sollen versuchen, möglichst viel und möglichst fair miteinander zu reden.
Konzentrieren Sie sich auf das Gemeinsame in der Beziehung, das verbindet! Nicht nur das Negative sehen.
Im Sinne der Kinder ist eine gewisse Bedachtheit ratsam. Sie müssen erst einmal alles verarbeiten.
Allen Beteiligten die Zeit geben, sich an die neue Situation zu gewöhnen

Und worin liegen die Chancen einer Patchwork-Family? Kinder in dieser Familienform lernen mit vielen verschiedenen Bezugspersonen zu interagieren und sind daher sozial vielfach kompetenter als Altersgenossen und wirken oft konfliktfähiger und toleranter als diese. Sehr gute und hilfreiche Informationen finden Sie unter: www.patchworkfamilien.at
Mehr lesen Sie in der LANDWIRT Ausgabe 12/2017.

Autorin: Mag. Sonja Kriebernegg-Kargl - sie ist Psychologin in Graz.

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Aktualisiert am: 13.06.2017 11:58