Tiertransport: EU-Kommission plant Neuerung

Die Europäische Kommission unternimmt einen neuen Anlauf zur Verschärfung der Vorschriften für Tiertransporte.

Im Zentrum eines Vorschlags steht die besondere Berücksichtigung von Schlachttieren, deren maximale Transportzeit auf neun Stunden begrenzt wird. Ausnahmen sollen möglich sein, wenn sich im Umkreis von 550 km zum Abfahrtsort nicht mehr als zwei Schlachthöfe befinden. Für Tiere, die nicht zur Schlachtung unterwegs sind, wird die mögliche Reisezeit auf dem ersten Teilabschnitt auf 20 Stunden beschränkt. Spätestens dann müssen die Tiere jedoch - wie bereits 1997 beschlossen - an einem Kontrollpunkt ausgeladen, gefüttert und getränkt werden und für mindestens neun Stunden ruhen; auch hier sind Ausnahmen zulässig.

Neuregelung bei Nicht-Schlachttiertransporten

Neu geregelt werden für Nicht-Schlachttransporte ferner die Besatzdichten. Die Kommission unterscheidet dabei nicht mehr nach dem Transport auf Straße, Schiene oder Seeweg, sondern nach Kurz- und Langstreckentransporten. Festgesetzt wird das minimale Raumangebot pro Tier für Pferde, Rinder, Schweine, Schafe und Ziegen sowie Geflügel abhängig vom Gewicht.

GPS gestützte Kontrolle der Transportzeiten

Im Rahmen der geplanten Neuregelung der Tiertransportzeiten will die EU-Kommission außerdem die Fahrdaten satellitengestützt per GPS verfolgen. Die so ermittelten Daten sollen mit dem Datenbanksystem zur Erfassung des Tierverkehrs (TRACE) gekoppelt werden, um die Zulassung des Transporteurs oder das Fahrtenbuch zu speichern.



Autor:
Aktualisiert am: 07.04.2009 10:12
Landwirt.com Händler Landwirt.com User