Tierschutz ist wichtig für die Lebensmittelsicherheit

Landesrat Johann Seitinger präsentierte mit dem Tierärztekammerpräsident Dr. Walter Obritzhauser neue Wege und Strategien zur Lebensmittelsicherheit. Schwerpunkte des Programms sind Lebensmittelsicherheit, Tierschutz und Seuchenprävention.

LR Seitinger (l) und Dr. Walter Obritzhauser (r) gehen gemeinsame Wege in der Veterinärpolitik.
LR Seitinger (l) und Dr. Walter Obritzhauser (r) gehen gemeinsame Wege in der Veterinärpolitik.
Das höchste Gut der heimischen Landwirtschaft ist das Vertrauen der Konsumenten in die erzeugten Produkte. Deshalb gibt es wichtige und strenge Kontrollen durch die heimischen Tierärzte. In der Steiermark unterliegen insgesamt 415 Tierärzte, davon 50 Amtstierärzte, 24 Landesbezirkstierärzte, der Tiergesundheitsdienst, die Tiertransportkontrolle sowie die Tierschutz-Ombudsfrau der Veterinärbehörde. Bei der Lebensmittelsicherheit verfolgt die steirische Veterinärpolitik das ambitionierte Ziel, EU-weit Marktführer zu sein. Enorm wichtig ist, dass die Konsumenten der höchsten Sicherheitsklasse bei steirischen Lebensmitteln blind vertrauen können. Nur so kann internationalen Lebensmittelskandalen entgegengewirkt werden.

Tierschutz ist ein gesellschaftspolitisches Thema

Beim Tierschutz werden ebenso gemeinsame Wege gegangen. Betroffen sind die Nutztierhaltung sowie die Heimtierhaltung. Es ist notwendig, beim Tierschutz einen Kompromiss zu finden, der die Bauern im internationalen Vergleich nicht benachteiligt, aber trotzdem auf sehr hohem Niveau liegt. In der Steiermark gibt es zirka 170.000 Tiertransporte pro Jahr und es ist auch notwendig, hier die Kontrollen, speziell bei Langstreckentransporten, zu verschärfen. Bei der Heimtierhaltung wird es bis zum Jahr 2020 ein Verbot für die Haltung von giftigen Haustieren geben. Nach der Überganszeit gibt es dann für Besitzer von Haustieren eine Ausbildungspflicht. Dritter und letzter Punkt des Programmes ist die Seuchenprävention. Dabei ist nicht zuletzt aufgrund der Übertragungsmöglichkeit von Tierkrankheiten auf den Menschen eine volkswirtschaftliche Herausforderung. Konsequenz und Kompromisslosigkeit haben daher für LR Seitinger und Dr. Obritzhauser höchste Priorität in der Seuchenprävention.


Aktualisiert am: 17.08.2011 13:41
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