Tierschutz beim Schlachten verbessern

Kategorien zum Thema: Schweine Tiergesundheit
Die Deutschen Tierärzte schlagen im Herbst 2009 auf ihrem Bundeskongress Alarm, fordern dringend Verbesserungen beim Tierschutz in den Schlachthöfen.
Prof. Karsten Fehlhaber von der deutschen Bundestierärztekammer beklagt jahrelange Versäumnisse der Schlachthofbetreiber. Im Schnitt eine halbe Million Schweine und 200.000 Rinder seien vor der Schlachtung auf deutschen Schlachthöfen nicht ausreichend betäubt oder nicht ganz sachgerecht entblutet worden. "Das ist etwas, wo wir als Tierärzte natürlich auf die Barrikaden gehen müssen, und wir müssen dafür sorgen, dass diese Zustände relativ rasch verbessert und abgestellt werden."

Ursache: Hohe Bandgeschwindigkeiten am Schlachthof

Wesentliche Ursache für das Problem sind erhöhte „Bandgeschwindigkeiten“, also eine immer größere Zahl von Tieren, die je Stunde geschlachtet werden – im Extremfall bleiben nur Sekunden, um die korrekte Betäubung und Entblutung beim Einzeltier zu prüfen. Verschärft wird dies, wenn am Schlachtband im Akkord entlohnt wird. Der Umfang der Aufgaben qualifizierter amtlicher Tierärzte/-innen am Schlachthof ist in den letzten Jahren stark gestiegen, die Personalausstattung jedoch nicht angepasst worden. Aus Kostengründen halten die Schlachthofbetreiber die Kapazität des Überwachungspersonals insgesamt so gering wie möglich und ersetzen tierärztliche Kompetenz so weit möglich durch nicht-tierärztliches Hilfspersonal Jederzeitige qualifizierte Präsenz und Kontrolle an allen kritischen Stellen (v.a. Anlieferung, Betäubung, Stechen, Fleischuntersuchung) ist mit der knappen Personalausstattung nicht möglich.

Das ZDF-Magazin "Frontal 21" hat sich mit der Thematik auseinandergesetzt und Bildmaterial auf Schlachthöfen gesammelt und Tierärzte interviewt. Die Sendung vom 6.4.2010 können Sie unter folgendem Link ansehen: Missstände in Schlachthäusern


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Aktualisiert am: 14.04.2010 20:44
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