Tierschutz-Debatte: 500 Bauern demonstrieren in St. Pölten

Anlässlich eines Sprechtags von Volksanwalt Peter Kostelka in St. Pölten gingen mehr als 500 Landwirte auf die Straße und demonstrierten gegen die drohende Abschaffung des Ferkelschutzkorbs.
Mehr als 500 Schweinebauern demonstrierten in St. Pölten. (Foto NÖ Bauernzeitung)
Mehr als 500 Schweinebauern demonstrierten in St. Pölten. (Foto NÖ Bauernzeitung)
Am 10. Oktober, versammelten sich mehr als 500 niederösterreichische Bäuerinnen und Bauern im St. Pöltner Regierungsviertel, um anlässlich eines Sprechtages von Volksanwalt Peter Kostelka gegen den vom ihm unterstützten und von Gesundheitsminister Alois Stöger, vorgelegten Entwurf einer Tierhaltungsverordnung zu demonstrieren. Dieser sieht eine weitgehende Abschaffung des Ferkelschutzkorbes in der Sauenhaltung vor. Organisiert wurde die Kundgebung von NÖ Bauernbund, dem Verband österreichischer Schweinebauern und der Erzeugergemeinschaft Gut Streitdorf.

"Wer den Ferkelschutzkorb abschafft, bewirkt das 'Aus' für tausende heimische
Ferkelerzeugerbetriebe. Importe hunderttausender Ferkel aus dem Ausland wären die Folge", warnte
NÖ Bauernbunddirektorin Klaudia Tanner auf der Kundgebung. Bauernbundobmann Hermann Schultes forderte Kostelka auf, bei den weiteren Verhandlungen auf den bereits vorliegenden Kompromissvorschlag der bäuerlichen Interessenvertretung einzugehen. Dieser sieht vor, die Haltung der Muttersauen im Ferkelschutzkorb von derzeit maximal 156 auf 95 Tage pro Jahr zu reduzieren.


Aktualisiert am: 10.10.2011 18:15
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