Tierschutz: Behörde fordert schriftliche Nachweise zur Identifizierung des Schweinemastbetriebes

Der Verein gegen Tierfabriken (VGT) erstattete vor einem Jahr aufgrund von zugespielten Fotos und Videos Anzeige bei der Bezirkshauptmannschaft in Leibnitz (Stmk) gegen einen Schweinemastbetrieb.
Vor vier Monaten erstattete der VGT neuerlich Anzeige nach dem Bundestierschutzgesetz bei der Behörde, basierend auf weiteren Fotos aus dem vermeintlichen Schweinemastbetrieb.

VGT soll Fakten liefern

Nun forderte die Bezirkshauptmannschaft vom VGT schriftlich weitere Nachweise zur Identifizierung des Schweinemastbetriebes. Genannt werden sollen der Name des Fotografen, etwaige Zeugen oder Ort und Uhrzeit der Fotoaufnahmen. "Sollte der Nachweis für die Identifizierung nicht gelingen, ist das eingeleitete Verwaltungsstrafverfahren einzustellen", heißt es in dem Schreiben. "Eine eindeutige Ermittlung ist nämlich nicht möglich", erklärt die Bearbeiterin Angelika Strohmeier.

Schikane gegen Tierschützer?

Beim VGT spricht man indes von einer "Schikane": "Warum ist den Behörden Tierschutz kein Anliegen? Warum werden diese Leute vom Staat geschützt?", ist VGT-Büroleiterin Maria Griebl aufgebracht. Vieles an Material erhalte der VGT anonym. Ob dies im konkreten Fall auch so sei, wollte sie nicht bejahen. Tatsache ist, dass etwaige Fotografen wegen Besitzstörung angezeigt werden könnten. Amtstierarzt Wolfgang Florian erklärt, dass der Betrieb regelmäßig untersucht werde. "Es gibt immer Kleinigkeiten, aber keine wesentlichen Beanstandungen." Details könne er in Hinblick auf das laufende Verfahren nicht nennen. Der VGT will in den kommenden Wochen ein Gespräch mit Behördenvertretern und der Tierschutzombudsfrau in Leibnitz führen (Quelle: www.kleinezeitung.at).


Aktualisiert am: 29.07.2010 07:23
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