Tiergesundheit: Wenn das Immunsystem der Ferkel schwächelt

Ein mittlerweile häufiges Bild im Flatdeck und in der Vormast. Das Immunsystem der Tiere ist dem Infektionsdruck oft nicht mehr gewachsen. Woran liegt das?
Die Ferkel sind den Anforderungen die an sie gestellt werden oft nicht mehr gewachsen, Tiere erkranken und müssen behandelt werden, die Verlustrate schnellt nach oben und die Gruppen wachsen auseinander.

Absetzen: Immunsystem der Ferkel noch wenig belastbar

Das Immunsystem eines Ferkels ist zum Zeitpunkt des Absetzens am schwächsten. Die über die Biestmilch erworbene maternale Immunität ist für die meisten bedeutsamen Erreger nicht mehr belastbar und der Aufbau der eigenen, sowohl der zellulären als auch der humoralen, Immunität ist noch nicht abgeschlossen. Genau in dieser Phase kommen über das Absetzen viele weitere Belastungsfaktoren auf das Ferkel zu. Die Ferkel müssen sich mit einer neuen Umgebung und neuen Buchtgenossen bekannt machen. Sie müssen neue Fütterungs- und Tränketechniken erlernen. Sie bekommen ein anderes Futter. Sie sind zum Teil Temperatur- und Transportstress ausgesetzt. Durch die Vermischung der Ferkel müssen sie sich mit bisher nicht gekannten Erregern auseinandersetzen. Alles in allem – dieser Lebensabschnitt ist für Ferkel Stress pur. Und Stress wirkt sich negativ auf das Immunsystem aus. Dazu kommen Erreger wie PCV2, das Circovirus oder auch PRRS, die gezielt bestimmte Zellen des Immunsystems schädigen. Die Folge: Die Ferkel können sich zum Teil nicht einmal gegen einfache bakterielle Infektionen wehren.

"Bringe gesunde Ferkel in die Aufzucht / Mast und vermeide jeglichen Streß!"

Wie kann der Landwirt jetzt einem solchen Geschehen begegnen? Wo muss im Betrieb angesetzt werden? Antworten auf diese Fragen bekommen Sie im Artikel von Schweinefachtierarzt Dr. Hendrik Nienhoff unter folgendem Link: Wenn bei Ferkeln das Immunsystem schwächelt?


Aktualisiert am: 30.09.2010 07:47
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