Tauchgang in der Güllegrube

Schlamm, Dunkelheit und Gestank: Das ist der Alltag eines Industrietauchers. Diese Spezialisten werden dorthin gerufen, wo normalen Handwerkern die Luft ausgeht. Wir waren bei einem Einsatz auf einer Biogasanlage dabei.
Industrietaucher werden dorthin gerufen, wo normalen Handwerkern die Luft ausgeht.
Industrietaucher werden dorthin gerufen, wo normalen Handwerkern die Luft ausgeht.
Josef Hölzl aus Schonstett in Bayern leitet eine Firma, die sich auf Dienstleistungen für Biogasanlagen spezialisiert hat. Das Familienunternehmen ist mit acht Mitarbeitern europaweit im Einsatz. Das Angebot reicht von der Fermenter-Reinigung mit Saugbaggern, über das Aufrühren von Hochbehältern und das Silowalzen mit Pistenraupen bis hin zum Transport von flüssigen und festen Gärresten. Für Wartungstätigkeiten und Reparaturen im vollen Gärbehälter arbeitet Hölzl mit professionellen Industrietauchern zusammen. Der Unternehmer hat uns eingeladen, über diese außergewöhnliche Arbeit zu berichten.

Auf einer Biogasanlage in Norditalien ergab sich dann ein passender Einsatz: Zwei Rührwerke haben sich von ihrer Führungsschiene gelöst und liegen am Grund des Fermenters. Um sie zu bergen, müsste die Gasproduktion gestoppt und der Behälter geleert werden. Das würde viele Stunden Arbeit und hohe Energiekosten mit sich bringen. Ganz zu schweigen vom entgangenen Erlös, denn es dauert mehrere Wochen, bis die Biogasanlage nach einem Neustart wieder ihre volle Leistung erreicht. Um sich dieses Prozedere zu ersparen, hat der Anlagenbetreiber die "Gülletaucher" gerufen. Mit ihrer Ausrüstung und der entsprechenden Erfahrung können sie die Rührwerke bei laufendem Betrieb aus dem Fermenter holen.

Wie der Einsatz verlaufen ist, lesen Sie in der Ausgabe 8/2013 des FORTSCHRITTLICHEN LANDWIRTs.

Aktualisiert am: 04.04.2013 10:58
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