Taschengeld ist Lehrgeld

Der Umgang mit dem Geld muss geübt werden, und zwar am besten schon als Kind. Viele Jugendliche sind überschuldet, weil sie nicht gelernt haben, auf etwas hinzusparen.

Kinder sollen sich ihre kleinen Wünsche erfüllen können und dabei lernen, das Geld einzuteilen.
Kinder sollen sich ihre kleinen Wünsche erfüllen können und dabei lernen, das Geld einzuteilen.
Am Anfang wissen die Kinder oft nicht so recht, was sie mit dem Taschengeld anfangen sollen, doch mit steigendem Alter wachsen auch die Begehrlichkeiten. Handy, modische T-Shirts oder Kino- und Discobesuche kommen dazu. Das kann zu finanziellen Engpässen und heftigen Diskussionen mit den Eltern führen. „Recht so“, sagt Monika Göldi, Präsidentin der Budgetberatung Schweiz, denn: „Sackgeld (Taschengeld) ist Lehrgeld.“

Taschengeld-Richtlinien für Eltern:
-Empfohlen wird (je nach finanziellen Möglichkeiten) wöchentlich 1 bis 2 Euro pro Schuljahr, dh. Zweitklässler bekommen 2 bis (höchstens) 4 Euro pro Woche.
-Ab einem Alter von 10 Jahren das Taschengeld monatlich auszahlen.
-Ungefähr ab dem 9. Schuljahr das erweiterte Taschengeld einführen (zB 100 Euro monatlich für Verkehrsmittel, Kleider, Frisör, Schulmaterial).
-Die Aushändigung des Taschengelds nicht an Bedingungen knüpfen und regelmäßig zum gleichen Zeitpunkt geben.
-Mit den Kindern eine sinnvolle Verwendung des Taschengelds diskutieren, aber keine Kontrolle durchführen.
-Keinen Nachschub gewähren, auch wenn rasch alles weg ist und Geld für etwas „Wichtiges“ fehlt.
-Zu den eigenen finanziellen Grenzen stehen. Mit den Kindern dem Alter entsprechend über das Haushaltseinkommen und die Ausgaben sprechen. So lernen sie, wie viel das Leben kostet.

Autorin: Lisa INGLIN, Schweiz, Familie und Erziehung


Aktualisiert am: 25.10.2007 16:58
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