Syn Trac: Traktor mit unendlichen Möglichkeiten?

Den neuen Syn Trac haben wir Ihnen bereits hier auf unserer Homepage und in Ausgabe 17/2017 kurz vorgestellt. Stefan Putz, der „Erfinder“ dieses neuartigen Fahrzeuges, gab uns in einem Interview Einblick in die Entstehung und die Ziele des Syn Trac.
So soll der (aktuell noch in Bau befindliche) Syn Trac aussehen – und sich für zahlreiche Anwendungen auch in der Landwirtschaft eignen. (Foto: Hersteller)
So soll der (aktuell noch in Bau befindliche) Syn Trac aussehen – und sich für zahlreiche Anwendungen auch in der Landwirtschaft eignen. (Foto: Hersteller)
Der Syn Trac ist ein in vielen Details neues Fahrzeugkonzept. Vereinfacht gesagt, soll er die Vorteile von Traktor und LKW in einem Spezialfahrzeug vereinen und sich so für unzählige Einsatzgebiete eignen. Die Eckdaten machen neugierig: 425 PS, Stufenlos-Getriebe bis 80 km/h, mehrere Anbauräume mit leistungsstarken Zapfwellen- und Hydraulikantrieben, Allradantrieb und -lenkung sowie ein neues Kabinenkonzept und ein völlig neuartiges Kuppelsystem für Anbaugeräte und sogar für einen Zweitmotor für noch mehr Leistung. Aktuell sind die Prototypen des Syn Trac noch in Bau*. Was genau den Syn Trac von ähnlichen Ansätzen, wie Systemtraktoren, Unimog, Agro-Trucks, etc. unterscheidet und wie er auf die Idee des Syn Trac kam, hat uns Stefan Putz, Geschäftsführer der Syn Trac GmbH, im Gespräch verraten.

Was kann der Syn Trac besser als die derzeit am Markt befindlichen Spezialfahrzeuge, wie Unimog oder andere Systemtraktoren?
Stefan Putz: Manche An- und Abkuppelvorgänge sind gefährlich und aufwändig. Teilweise sind die Zapfwellen unten angebracht, man muss sich unter den Traktor in den nassen Boden legen, und das um fünf Uhr in der Früh, wenn das Fahrzeug schon starten soll. Deshalb habe ich mir überlegt, ein ganz eigenständiges Kuppelsystem zu entwickeln und darauf aufbauend ein passendes Fahrzeug zu konstruieren.

Stefan Putz ist Geschäftsführer der Syn Trac GmbH, seine Tochter Anna verantwortlich für das „Innovationsmanagement“. (Foto: Weninger)
Stefan Putz ist Geschäftsführer der Syn Trac GmbH, seine Tochter Anna verantwortlich für das „Innovationsmanagement“. (Foto: Weninger)
Welche Anforderungen sollte diese Entwicklung erfüllen?
Das Hauptkriterium war, dass man in der Kabine sitzend alle Geräte an- und abkuppeln kann, ohne auszusteigen.

Es gab in der Vergangenheit schon einige Hersteller mit einem Trac-Konzept. Nur wenige davon blieben am Markt. Wie soll Ihnen das gelingen?
Wir hoffen, dass wir übrig bleiben (lacht). Mit unserem System haben wir ein Alleinstellungsmerkmal. So ein Konzept war noch nie am Markt. Man kann den Syn Trac mit gar nichts vergleichen, weil er eine Weltneuheit ist – auf allen Ebenen: Mit dem Antrieb, der Zapfwelle und ihrem Strang, der Kabine mit CAN-Bus und dem variablen Führerstand und mit vielem mehr haben wir mehrere Weltneuheiten geschaffen. Daher können wir uns nicht mit anderen Geräten vergleichen. Ich weiß nur, wen der Syn Trac unter bestimmten Einsatzbedingungen „ausstechen“ kann, weil er da einfach besser ist. Die Frage ist, wie schnell wir wie viel Akzeptanz am Markt erreichen.

Den vollen Überblick über sämtliche Anbauräume soll der Fahrer eines Syn Trac dank der großen Glasflächen haben. (Foto: Hersteller)
Den vollen Überblick über sämtliche Anbauräume soll der Fahrer eines Syn Trac dank der großen Glasflächen haben. (Foto: Hersteller)
Wann startet die Markteinführung des Syn Trac?
Das Ziel ist, dass wir 2018 erste Fahrzeuge in Verkehr bringen und 2019 das Gerät aktiv verkaufen. Vorbestellungen nehmen wir ab der Agritechnica entgegen – mit einer längeren Lieferzeit ab Ende 2018.

Wie soll der Vertrieb organisiert werden?
Ziel ist es, im Kern einen eigenen Vertrieb zu haben. Vertriebspartner werden sich aber auch über die Anbaugeräte dazugesellen. Das passiert auch schon. Wir haben Anfragen aus ganz Europa aufgrund der Attraktivität des Fahrzeuges. Ziel ist es, den Syn Trac und die Geräte immer als Einheiten, als gesamte Systeme, zu verkaufen. Wir werden normalerweise kein Fahrzeug alleine verkaufen, es sei denn, der Kunde hat schon Equipment, das er ankuppeln kann und er braucht ein zweites Fahrzeug. Auf den Punkt gebracht: Wir liefern keine Traktoren, wir verkaufen Systeme.

Welche Zielgruppe der Syn Trac hat, woher sich sein Name ableitet und weitere Einzelheiten zu diesem neuen Fahrzeugkonzept lesen Sie in der LANDWIRT-Ausgabe 20/2017.
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Zur Homepage des Syn Trac

*)LANDWIRT-Tipp:
Ein Fahrbericht und Fotos des Syn Trac folgen in einer der nächsten Ausgaben sowie hier auf unserer Homepage in der Rubrik Landtechnik.
Der Syn Trac wird der Öffentlichkeit erstmalig auf der Agritechnica vorgestellt (Halle 21, Stand E33).

Aktualisiert am: 05.10.2017 16:35
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