Swingover-Melkstände – ja, aber richtig

Neben den steilen Fischgrätenmelkständen mit Schnellaustrieb und den Automatischen Melksystemen werden mittlerweile immer mehr einseitig bestückte Swingover Melkstände eingebaut. Worauf dabei geachtet werden soll, erklärt dieser Beitrag.
Voraussetzung für ein erfolgreiches Melken ist, dass grundlegende physikalische Gesetze und die physiologischen Bedürfnisse der Kühe und des Melkers berücksichtigt werden.
Voraussetzung für ein erfolgreiches Melken ist, dass grundlegende physikalische Gesetze und die physiologischen Bedürfnisse der Kühe und des Melkers berücksichtigt werden.
Bedenken gegen den Swingover gibt es in der Regel deshalb, weil die Milch in eine über der Melkstandgrube liegende Milchleitung gefördert werden muss. Natürlich kostet dies Energie und das bedeutet, dass Vakuum verbraucht wird. Da das Melken aber in Phasen abläuft und ein hohes Vakuum nur in der Saugphase gebraucht wird, wirken sich auch nur die Vakuumverluste in dieser Phase negativ aus.

Geringere Betriebskosten
Kleinere Milchleitungen als Ringleitung verlegt, lassen sich besser reinigen als große Stichleitungen. Insgesamt hat man im Swingover geringere Betriebskosten als bei normalen Melkständen mit gleichem Durchsatz (weniger Wasser und Reinigungsmittel, geringere Vakuumleistung, niedrigere Heizleistung, Wartungskosten für weniger Melkplätze). Die einfachste Schlauchführung im Swingover erreicht man, wenn die Melkzeuge von hinten angesetzt werden. Hierfür sollten nach meinen Erfahrungen aber zwei Voraussetzungen erfüllt sein. Wer ohne Vollgummischutz Kühe von hinten melken will, sollte sicher sein, dass seine Kühe im Wesentlichen mit sauberen Schwänzen in den Melkstand kommen.

Mehr dazu finden Sie auf den Seiten 12 bis 14 in Ausgabe 13 vom 1.7.2010.

Autorin: DI Kathrin LINCKE, Türkheim (D)

Weiters in dieser Ausgabe:




Aktualisiert am: 18.06.2010 10:44
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