Studie: 49% Österreichs sind bewaldet - Auf Platz acht in EU

Die Hälfte der erneuerbaren Energie in der EU-27 stammt aus Holz
Wien/Brüssel, 15. Juni 2011 (aiz.info). - Österreichs Wälder bedecken mit 49% fast die Hälfte des Bundesgebiets, womit unsere Heimat im EU-Vergleich an achter Stelle rangiert. Der Durchschnitt aller 27 Mitgliedstaaten liegt bei 41%. In absoluten Zahlen verfügt die EU über 178 Mio. ha Wald, was rund 4% der weltweiten Forstfläche ausmacht. Drei Viertel davon dienen als Wirtschaftswald für die Holzversorgung, wobei der Zuwachs 2010 um mehr als ein Drittel höher lag als der Einschlag. Nahezu die Hälfte des Verbrauchs an erneuerbarer Energie in der EU stammte 2009 aus Holz und -abfällen, wie die Studie "Forestry in the EU and the world " des statistischen Amtes der EU (Eurostat) zeigt, die anlässlich des Internationalen Jahres der Wälder 2011 nun veröffentlicht wurde.

In sechs Mitgliedstaaten war 2010 mehr als die Hälfte der Landesfläche mit Bäumen bedeckt: Spitzenreiter ist Finnland (77%), vor Schweden (76%) und Slowenien (63%). Schlusslicht ist Malta mit weniger als 0,5%. In absoluten Zahlen den größten Waldbestand weist Schweden mit 31,2 Mio. ha auf. Dann folgt Spanien mit 27,7 Mio. ha vor Finnland (23,3). Österreich liegt hier mit 4,0 Mio. ha hinter Polen (9,3), Rumänien (6,7) und Griechenland (6,5) auf Rang zehn. Der für die Holzversorgung nutzbare Anteil an Wirtschaftswäldern variierte 2010 von 11% in Zypern, über 50% in Portugal, bis 98% in Dänemark und Luxemburg.

Wirtschaftswälder werden nachhaltig bewirtschaftet
Der gesamte Holzbestand in der EU-27 betrug im Vorjahr 21,7 Mio. m3. Den höchsten Anteil wies dabei Deutschland (3,5 Mio. m3) auf, gefolgt von Schweden (2,6 Mio. m3) und Frankreich (2,5 Mio. m3). Der Zuwachs im Wirtschaftswald machte 770 Mio. m3 aus, der Holzeinschlag 480 Mio. m3, was ein Indikator für die nachhaltige Bewirtschaftung der europäischen Wälder ist. In der Mehrzahl der EU-Mitgliedstaaten waren Holz und -abfälle im Jahr 2009 die Hauptquelle erneuerbarer Energie. Die Bandbreite reichte dabei von 16,3% in Zypern bis 97% in Estland. Der Durchschnitt liegt bei 49,1%. Österreich kommt auf 46,7%. Als einziges Land ohne Daten scheint laut der Eurostat-Studie Malta auf.

Die gesamte Studie ist hier einsehbar.

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Aktualisiert am: 16.06.2011 20:36
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