Strohmanagement als tragende Säule des Ackerbaus

Wenn man das Stroh presst, kann man von einem glücklichen Abschluss und von einem Neubeginn sprechen. Wenn man das Stroh verteilt, hat man eine „Altlast“, die mehr oder weniger schwer wiegt. Das Strohmanagement ist bedeutender als es zunächst erscheint.



Beim Hochschnitt wird nur der Ährenbereich geschnitten und das Stroh anschließend gemulcht.
Beim Hochschnitt wird nur der Ährenbereich geschnitten und das Stroh anschließend gemulcht.
Höchstleistungsmähdrescher können heute mit ihren Rotoren 70 t Korn durchzusetzen. Die Mähdrescher brauchen breite Schneidwerke, um genügend Material für das Dreschwerk heranzuschaffen. Das kollidiert wieder mit der Strohverteilung, denn die Arbeitsbreiten von 9 m können heutige Häcksler nicht bedienen. Diese Strohmassen, die in kurzer Zeit durch den Häcksler müssen, können nicht so fein geschnitten werden.

Liegt der Schwerpunkt auf hohem Mähdrescherdurchsatz, wird die Stoppel länger gelassen, um nicht so viel Kraft vom Strohreißer abzuziehen. Damit lässt sich schneller und trockener ernten, die Voraussetzungen für die folgende Bodenbearbeitung sind aber ungünstiger.

Beim Hochschnitt wird mit den herkömmlichen Schneidwerken nur der Ährenbereich geschnitten, so dass die Mähdrescher mit hoher Fahrgeschwindigkeit arbeiten können. Das Stroh wird anschließend mit einem Mulcher fein geschnitten und exakt abgelegt. Das bringt sowohl dem Mähdrusch als auch dem Strohmanagement Vorteile. Der Hochschnitt ist eine Alternative, um Mähdrescherleistung und Strohmanagement zugleich zu verbessern und geringste Gesamtkosten zu verursachen.

Autor: Andrea Feiffer, Feiffer Consult, Sondershausen (D)


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Aktualisiert am: 04.07.2005 19:39
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