Stroh als Energielieferant

Jährlich fallen in Deutschland rund 30 Mio. t Stroh an. Ein Teil davon wird in der Fruchtfolge für den Ausgleich der Humusbilanz oder als Einstreu benötigt. Große Mengen verbleiben jedoch ungenutzt auf dem Feld und könnten energetisch genutzt werden.
Europaweit bieten etwa 40 Hersteller Verbrennungsanlagen im Leistungsbereich von 5 bis 20.000 kW an.
Europaweit bieten etwa 40 Hersteller Verbrennungsanlagen im Leistungsbereich von 5 bis 20.000 kW an.
Mit den steigenden Marktpreisen für fossile Energieträger und Energieholz wird die energetische Nutzung landwirtschaftlicher Haupt- und Nebenprodukte interessant.Für den Zeitraum von 2004 bis 2020 rechnen Fachleute derzeit mit einer Verdopplung des Strohpotenzials in Europa. Vor allem die rechtlichen Rahmenbedingungen haben dazu geführt, dass in den letzten Jahren nur wenige Fortschritte bei der Etablierung von Praxisanlagen im Bereich der Strohverfeuerung erzielt werden konnten. Solche Anlagen sind im Gegensatz zu Holz bereits ab 100 kW Feuerungswärmeleistung genehmigungspflichtig. Dies bringt neben höheren Investitionskosten auch höhere Betriebskosten mit sich.

Mehr zu diesem Thema erfahren Sie in der Ausgabe 9/2012 des Fortschrittlichen Landwirts.


Autor: Lena Adlhoch
Aktualisiert am: 20.04.2012 11:57
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