Strip Till im Praxistest

Die Streifensaat ist ein relativ neues und sehr interessantes Saatverfahren. Bei Raps fördert es die Pfahlwurzel und reduziert den Arbeits- und Energieaufwand. Im Landwirt-Test sehen wir uns dieses Verfahren genauer an.
Durch die Lockerung, die Saatrillenvorbereitung, die Rückverfestigung und die Saat in einem Arbeitsschritt ergeben sich Vorteile im Arbeits- und Energieaufwand.
Durch die Lockerung, die Saatrillenvorbereitung, die Rückverfestigung und die Saat in einem Arbeitsschritt ergeben sich Vorteile im Arbeits- und Energieaufwand.
Streifensaat – oder Strip Tillage, wie dieses Verfahren auch genannt wird – ist eine streifenweise, relativ tiefe Lockerung des Bodens vor der Saat, bei der zwischen diesen Streifen auf eine Saatbeetbereitung verzichtet wird. Die Saatkornablage erfolgt in den gelockerten Horizont. Gleichzeitig wird unter den Saatreihen ein Depotdüngerband angelegt, das zusätzlich für eine bessere Ausbildung der Pfahlwurzel bei Raps sorgen soll.

Pfahlwurzel wird gefördert
So gut wie bei jedem Bearbeitungsverfahren können Verdichtungen im Bearbeitungshorizont entstehen. Das behindert die Entwicklung der Pfahlwurzel und somit auch die Wasser- und Nährstoffversorgung. Durch das streifenweise Aufbrechen von Verdichtungen in den oberen Schichten entsteht ein gelockerter Bereich. Darin sollte sich die Pfahlwurzel sehr zielstrebig nach unten entwickeln können. Das Unterflur gelegte Düngerdepot sollte das unterstützen. Während auf sehr leichten Standorten die Streifenlockerung und Saat auch direkt auf die Getreidestoppeln möglich ist, sollte auf schwereren Böden eine Bodenbearbeitung mittels Grubber vorgeschoben werden. Damit ist genug Feinerde vorhanden.

Einsparungen des Arbeits- und Energieaufwands
Landwirt-Test werden wir in diesem Wirtschaftsjahr die Bestandsentwicklung von im Strip-Till-Verfahren angebauten Raps mit breitflächiger Drillsaat vergleichen.
Landwirt-Test werden wir in diesem Wirtschaftsjahr die Bestandsentwicklung von im Strip-Till-Verfahren angebauten Raps mit breitflächiger Drillsaat vergleichen.
Einige Landtechnikhersteller haben in den letzten Jahren Strip-Till-Kombinationen entwickelt, mit denen die Lockerung mit einem feststehenden Schar, die Saatrillenvorbereitung, die Rückverfestigung und die Drillsaat in einem Arbeitsschritt durchgeführt werden. Es ergeben sich dadurch erhebliche Einsparungen des Arbeits- und Energieaufwands.

Landwirt-Test
Auch Der fortschrittliche Landwirt startet in diesem Jahr einen Praxisversuch. Anders als die derzeit angebotenen Geräte erfolgt die Saatgutablage bei der Strip Till Variante in Form von Einzelkornsaat. Der Vorteil der Einzelkornsaat ist dabei die präzise Einhaltung der Ablagetiefe und die optimale Standraumverteilung. Die Saatmenge wird – je nach Bodenverhältnissen – auf 25 bis 30 Körner pro m² reduziert. Im Landwirt-Test werden wir in diesem Wirtschaftsjahr die Bestandsentwicklung von im Strip-Till-Verfahren angebauten Raps mit breitflächiger Drillsaat vergleichen.

Aktualisiert am: 29.08.2012 08:33
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