Streifenfrässaat – Fruchtwechsel wird perfektioniert

Bei Feldbegehungen zeigt sich immer wieder der rasche und vor allem gleichmäßige Auflauf der Streifenfrässaat – Flächen. Dies ist sind untrügliche Indikatoren, dass die Technik dieses Verfahrens optimal ist.



Das Anbausegment besteht aus Sämaschine, Düngerstreuer für die Unterfußdüngung und der Unkrautbekämpfungseinrichtung.
Das Anbausegment besteht aus Sämaschine, Düngerstreuer für die Unterfußdüngung und der Unkrautbekämpfungseinrichtung.
Dieses neue Verfahren verbindet pflanzenbauliche und arbeitswirtschaftliche Vorteile mit optimaler Bodenbearbeitung, organischer Düngewirkung aus der im Horizont optimal vermischten Stoppel - Wurzel - Masse, Ertragsoptimierung und des Erosionsschutzes. Weitere positive Aspekte sind Futtergewinn für flächenknappe Betriebe und die Möglichkeit des Futterverkaufs, was für viele Betriebe ein interessantes Zusatzeinkommen erbringen kann. Nicht zuletzt ist die bessere Bearbeitungs- und Erntemöglichkeit zu erwähnen, zumal der nachwachsende "Grasstreifen" zwischen den Maisreihen befahrbar ist und in Schlechtwetterperioden die Ernte erleichtert oder überhaupt erst ermöglicht. Dabei sei an die extremen Erntebedingungen bei Silomais im Herbst 2002 erinnert. Nachteilig allein sind die hohen Kosten dieser Technik, die bei ca. EUR 38.000,- liegen und für den „normalen" Betrieb unerschwinglich sind. Für größere Betriebe ist diese Technik interessant, weil mehrere Arbeitsgänge eingespart werden. Im Rahmen des zwischenbetrieblichen Maschineneinsatzes (Maschinenring, Lohnunternehmer) ist diese Supertechnik zu günstigen Kosten mit allen im Bericht vorgestellten Vorteilen beziehbar. Das heißt, dass auch kleinere oder Nebenerwerbsbetriebe diese perfekte Technik am eigenen Betrieb zu günstigen Kosten einsetzen können. Wichtig erscheint noch der Hinweis, dass dieses Verfahren dort zu empfehlen ist, wo entsprechende Niederschläge fallen, die für die Vorfrucht (Grünland oder Winterbegrünung) und für die Hauptfrucht (Grün-, Silo – oder Körnermais) ausreichen.

Autor: Dr. Karl-Heinz GERHOLD, Landwirtschaftskammer für Vorarlberg, Bregenz


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Aktualisiert am: 07.04.2005 14:28
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