Stoll: ROBUST mit versteckten Highlights

Stoll hat in den letzten zwei Jahren seine Robust-Frontlader-Baureihe auf den neuen „Z“-Level gestellt und bietet jetzt auch für kleine Kompakttraktoren eine eigene Frontlader-Baureihe an.
An den Fundamenten bzw. an der Laderaufnahme hat Stoll nichts geändert.
An den Fundamenten bzw. an der Laderaufnahme hat Stoll nichts geändert.
Den ersten Robust-Frontlader stellte Stoll 1993 vor. Mit der Robust F-Baureihe wurde Stoll in Deutschland Marktführer und ist auch in Österreich sowie in vielen anderen Ländern im Spitzenfeld zu finden. Auf der letzten Agritechnica kam bei den beiden größten Modellen zum Buchstaben „F“ ein „Z“ hinzu. „F“ stand und steht noch immer für Feinkornstahl, Flacher Holm und Freie Sicht. Ab sofort tragen alle Modelle mit Parallelführung den Zusatzbuchstaben „Z“. Für Traktoren von 70 bis 140 PS bietet Stoll den Robust-Lader auch ohne Parallelführung mit der Bezeichnung FS an.

„Versteckte“ Z-Kinematik
Die prägnanteste Neuerung der FZ-Ladergeneration ist die Bauart der mechanischen Parallelführung mit Z-Kinematik. Die Steuerstangen der mechanischen Parallelführung befinden sich nicht oberhalb der Ladeschwinge, sondern sind in den Ladeholm integriert (siehe Schema 1). Diese neue Platzierung der Steuerstangen erschließen neue Möglichkeiten, die bisher nur bei hydraulischen parallelgeführten Ladern realisiert werden konnten. Durch den Wegfall der obenliegenden Steuerstangen ergibt sich einerseits eine bessere Sicht für den Fahrer, andererseits ein wertvoller Freiraum zwischen Lader und Kabine. Das ermöglichte es den Konstrukteuren den Lader dichter an der Kabine zu platzieren. Somit konnte eine geringere Vorderachslast und eine höhere Fahrzeugstabilität realisiert werden. Die Frontscheibe lässt sich bei vielen Traktoren dennoch öffnen.

„Versteckte“ Leitungen
Der Querschnitt der Holme wurde bei der neuen Serie vergrößert. In der Mitte des Laders beträgt die Breite 116 mm gegenüber 80 mm bei der Robust F-Serie. Der Holm besteht aus einem U-Profil mit einem um wenige Zentimeter nach innen versetzten Zwischenblech, das zur Stabilisierung dient. Unterhalb dieses Bleches auf der offenen Seite des U-Profiles hat Stoll die Hydraulikleitungen versteckt. Dadurch ist die Laderinnenseite glatt und es besteht keine Gefahr mehr, dass Hydraulikleitungen beschädigt werden. Sollte es dennoch zu Leckagen oder anderen Problemen kommen, lassen sich die Leitungen, Verschraubungen oder Fittings einfach und mit geringem Aufwand austauschen.

Fazit
Stoll hat bei dieser neuen Frontlader-Baureihe wichtige Kernkomponenten versteckt und geschützt untergebracht und erzielt damit einige Systemvorteile. Mit den im Ladeholm versteckten Parallelführungsstangen haben Konstrukteure die Vorteile der mechanischen und der hydraulischen Parallelführung vereint. Ein weiterer großer Wurf ist Stoll beim Verstecken der Hydraulikleitungen gelungen. Sie sind zwar versteckt, aber jederzeit rasch und gut zugänglich. Versteckt bzw. geschützt im Querholm des Laders befindet sich auch das neue Dämpfungssystem Comfort-Drive.

Autor: Ing. Johannes PAAR, Bad Blumau


Aktualisiert am: 02.04.2009 16:57
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