Stickstoffminimierung in der Schweinemast

Eine zeitgemäße Landwirtschaft zeichnet sich durch eine nachhaltige Umweltverträglichkeit aus. In diesem Zusammenhang stellt die Minimierung der Emissionen an Stickstoff (N) ein wesentliches Kriterium dar.
Phasenfütterung senkt die Stickstoffausscheidung ohne sich auf die Schlachtleistung negativ auszuwirken.
Phasenfütterung senkt die Stickstoffausscheidung ohne sich auf die Schlachtleistung negativ auszuwirken.
Durch einfache Maßnahmen in der Fütterung der Nutztiere kann die N-Emission ohne Beeinträchtigung der Tierleistung drastisch gesenkt werden. Hier die wichtigsten Zusammenhänge:

·Bedarfsorientierte Absenkung des Rohproteingehaltes spart Ressourcen.
·Bei "Niedrig-Protein-Rationen" sind keine Leistungseinbußen zu erwarten.
·Phasenfütterung und Ergänzung von essentiellen Aminosäuren reduzieren die Stickstoffausscheidungen signifikant.

Letztendlich hängt der Einsatz von "Niedrig-Protein-Rationen" davon ab, wie sich die Kosten der freien Aminosäuren in Zukunft gestalten werden und wie stark der politische Druck auf die Landwirte sein wird. Die Nitratrichtlinie und deren nationale Umsetzung ist ein erster wichtiger Schritt die Stickstoffemissionen aus landwirtschaftlichen Quellen zu vermindern. Nun ist es an der Zeit das große Einsparungspotential durch die Fütterung zu nutzen und in entsprechenden Regelungen zu belohnen.

Autoren: Christian PLITZNER, Karl SCHEDLE, Arthur KROISMAYR; Universität für Bodenkultur, Wien


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Aktualisiert am: 22.09.2005 13:38
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