Steyr Multi 4115 im Fahrbericht

Mit drei neuen Multi-Talenten tritt Steyr die Nachfolge der Bestseller-BaureiheMT an. Die ersten Traktoren werden bereits ausgeliefert. Kürzlich konnten wir uns mit dem Topmodell 4115 Multi erste Fahreindrücke beim Mulchen und bei Straßenfahrten verschaffen.
Die neue Multi Baureihe beinhaltet 3 Modelle.
Die neue Multi Baureihe beinhaltet 3 Modelle.
Vor knapp einem Jahr zeigten die St. Valentiner Traktorenbauer erstmals ihr in Österreich entwickeltes Multi-Talent. Seither wurde noch an einigen Schrauben gedreht, um den hohen Anforderungen eines universell einsetzbaren Traktors gerecht zu werden. Der jetzt von uns gefahrene Traktor war auch noch eine Vorserienmaschine. In der Diskussion mit den Entwicklungsingenieuren merkten wir, dass Steyr wieder verstärkt auf die Kundenwünsche hört. Selbst kleine von uns und auch von vielen Landwirten kritisierte Details werden wahrgenommen und optimiert. So sollen schon gegen Ende dieses Jahres die ersten Detailverbesserungen in die Serienproduktion einflie-ßen und den Multi damit noch reifer machen.

Wendiger Kompakttraktor
Der Multicontroller lässt sich durch die neue Stellung besser bedienen als bei der Vorgängerserie.
Der Multicontroller lässt sich durch die neue Stellung besser bedienen als bei der Vorgängerserie.
Das Segment um 100 PS ist im Markt stark umworben. Viele Hersteller bieten, um die unterschied-lichen Anforderungen erfüllen zu können, mehrere Baureihen an. Das Topmodell vom Multi überschneidet sich mit den kleinsten Profi-Modellen. Die sind aber in vielerlei Hinsicht anders: Der Profi bietet mehr Komfort, Elektrik und Elektronik. Zudem ist er breiter, höher und schwerer. Der von uns gefahrene Multi wiegt mit Fronthydraulik und Frontzapfwelle 4.820 kg. Ein Profi mit vergleichbarer Ausstattung bringt um rund 1 t mehr auf die Waage. Beim Radstand ist es umgekehrt. Mit ungefederter Vorderachse ist der Achsabstand beim neuen Multi um knapp 2 cm größer als beim Profi. In der Gesamtlänge ist der Multi allerdings um 8 cm kürzer als der Profi. In Summe betrachtet ist der Multi der kompaktere von beiden. Beeindruckt hat uns seine Wendigkeit. Bei vollem Lenkeinschlag hat man das Gefühl, mit dem Traktor ohne Lenkbremse und ohne Reversieren um die Ecke fahren zu können. Laut Hersteller hat er einen Lenkeinschlag von 55°. Eine gefederte Vorderachse gibt esnur beim Profi.

Starkes Herz von FPT
Die Multi-Baureihe besteht aus drei Modellen und wird in drei Ausstattungslinien angeboten. Das konzerneigene FPT-Kraftwerk (Fiat Powertrain) im Multi 4095 leistet bei Nenndrehzahl von 2.200 U/min 73 kW/99 PS. Der 4105er bringt 79 kW/107 PS und der Multi 4115 holt 84 kW/114 PS aus 4 Zylindern mit 3,4 Litern Hubraum. Laut Herstellerangaben beträgt der Konstantleistungsbereich dieser Motoren rund 300 U/min. Das maximale Drehmoment und den Drehmomentanstieg beziffert Steyr mit bis zu 457 Nm bzw. 35 %. Auch bei uns hat der Motor einen spritzigen Eindruck hinterlassen. Die mit modernster Common Rail-Einspritztechnik ausgestatteten Motoren erfüllen die Abgasvorschriften der Stufe 3B. Gereinigt werden die Abgase mit einem Dieseloxidationskatalysator und einem Dieselpartikelfilter.

Mehr Infos zum neuen 4fach Lastschaltgetriebe und zu den Neuerungen in der Kabine erfahren Sie in der „Landwirt“-Ausgabe 15/2013 (Erscheinungstermin, 1.August 2013). Fordern Sie dazu ein kostenloses Probeheft an.


Aktualisiert am: 26.07.2013 19:41
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