Steirische Saatgutproduktion erfolgreich

Die Mitglieder und Saatguterzeuger der Steirersaat blicken auf ein schwieriges, aber doch noch zufriedenstellendes Erntejahr zurück. Einige Kulturen erreichten aufgrund des extremen Wetters teilweise nur unterdurchschnittliche Erträge. Der Saatgutabsatz konnte aber durch eine höhere Exportquote wiederum gesteigert werden.
Präsentierten interessante Zahlen und Vorträge: v.l.n.r. Obm. Sepp Hainzl, Dr. Hans Georg Schönberger, Dr. Michael Zellner, GF Johann Posch
Präsentierten interessante Zahlen und Vorträge: v.l.n.r. Obm. Sepp Hainzl, Dr. Hans Georg Schönberger, Dr. Michael Zellner, GF Johann Posch
Bei der Generalversammlung am Raiffeisenhof in Graz wurde den Mitgliedern und Ehrengästen durch Obmann Sepp Hainzl und Geschäftsführer Johann Posch ein positives Bilanzergebnis präsentiert.

Die Saatmaisproduzenten konnten auf ca. 1.000 ha Vermehrungsfläche eine durchschnittliche Ernte mit sehr guten Qualitäten sicherstellen. Beim Wintergetreide kam es durch Auswinterungen, Krankheiten und teilweise durch Auswuchs regional zu Ernteausfällen. Spitzenerträge blieben somit aus. Bei den Pflanzkartoffeln gab es eine überdurchschnittliche Ernte mit einer sehr guten Anerkennungsquote.

Bei Saatmais gehen rund 50 % der produzierten Menge in den Export und auch bei Wintergetreide kann man über eine positive Exportentwicklung nach Slowenien berichten.

Insgesamt wurden von über 3.000 ha ca. 12.000 to Qualitätssaatgut übernommen und aufbereitet. Es konnten über 5 Mio. € an die Saatgutproduzenten ausbezahlt werden. Bei einigen Kulturen war es möglich, höhere Produzentenpreise am Markt umzusetzen.

Hochkarätige Gastredner
Es hat sich bewährt, gemeinsam mit der Generalversammlung auch zu einer Fachtagung einzuladen, dazu konnten international renommierte Experten als Vortragende gewonnen werden.
Dr. Hans Georg Schönberger (N.U. Agrar GmbH, Schackenthal) zeigte, wie sich die Qualität des Getreides, insbesondere die Back- und Futterqualität, die Auswuchsfestigkeit, die Fusarienanfälligkeit und der Toxingehalt, beeinflussen lässt.
Dr. Michael Zellner, Bayer. Landesanstalt für Landwirtschaft, beschäftigte sich mit Strategien zur Kontrolle von Krautfäule, dem Y-Virus und dem Drahtwurm im Pflanzkartoffelanbau.
In beiden Referaten kam zum Ausdruck, dass es „die“ Methode zur Lösung bzw. Verhinderung eines (Befall-)Problems nicht gibt, sondern dass jeweils mehrere Faktoren und Maßnahmen zusammen spielen müssen. Die Züchter und Vermehrer werden daher auch in Zukunft vor weiteren Herausforderungen stehen.

Weitere Infos: www.steirersaat.at


Autor:
Aktualisiert am: 28.12.2006 11:35
Landwirt.com Händler Landwirt.com User