Steigende Schlachtschweinepreise in Deutschland und Österreich

Nachdem Deutschland letzte Woche seitwärts notiert, konnte auch für die Woche zum 24. Juni eine Preissteigerung verzeichnet werden. In Österreich ging es abermals bergauf, der Schweinemarkt blieb unterversorgt.
In der Kalenderwoche 26 stiegen die Schlachtschweinepreise in Deutschland und Österreich.
In der Kalenderwoche 26 stiegen die Schlachtschweinepreise in Deutschland und Österreich.
Der deutsche Kassamarkt für Schlachtschweine hat sich nach der Seitwärtsbewegung in der Vorwoche bis Freitag im Einklang mit der EU-weiten Tendenz freundlich präsentiert. Trotzdem blieb die Preisentwicklung hinter den Erwartungen der Mäster zurück. Die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften (VEZG) erhöhte am Freitag ihre Leitnotierung um 4 Cent auf 1,72 Euro/kg Schlachtgewicht (SG). Wie die Landwirtschaftskammer Niedersachsen berichtete, ließ sich das Angebot an Schlachtschweinen vollständig und problemlos absetzen. Mancherorts habe das Angebot allerdings nicht mehr ausgereicht, um die Nachfrage der Schlachtereien zu befriedigen. Außerdem sei das Schlachtschweineangebot rückläufig. Während die Erzeuger angesichts des flotten Handels steigende Preise gefordert hätten, habe die „rote Seite“ mit „enttäuschenden Fleischgeschäften“ dagegen argumentiert, hieß es.
Die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) wies darauf hin, dass vielfach Partien vorgezogen und mit zusätzlichen Aufschlägen bezahlt worden seien. Das Angebot nehme aufgrund der hitzebedingt geringeren Tageszunahmen weiter ab, und Schlachtschweine seien so gefragt wie bisher im gesamten Jahr noch nicht. Die Mäster seien deshalb gefordert, sich verstärkt um die Vermarktung ihrer Tiere zu kümmern, betonte die ISN.

Österreichischer Schlachtschweinemarkt
In Österreich konnte der Mastschweinepreis um 2 Cent auf 1,59 Euro (Basispreis) angehoben werden. Trotz extrem heißen Temperaturen war der Markt restlos geräumt. "Weil bei Sommerhitze auch Appetit und Wachstum bei Schweinen nachlassen, war das frische Angebot abermals unterdurchschnittlich.", so Dr. Johann Schlederer von der Schweinebörse. Die Aussichten für den Schlachtschweinemarkt fasst er so zusammen: "Die Auslagerung von Gefrierware hat zwar mit den zuletzt gestiegenen Schweinepreisen zugenommen, an auch weiterhin freundlichen und zumindest stabilen Verhältnissen sollte auch dieses Faktum nichts ändern können."

Aktualisiert am: 25.06.2013 07:59
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