Steiermark: Neues Baugesetz bedroht die kleinen und mittleren Höfe und Biobetriebe

Wlodkowski: „Schweineschnitzel wird künftig aus Ländern mit Agrarindustrie wie Polen, Dänemark, Niederlande, Ungarn oder Rumänien kommen.“
Die steirische Schweinehaltung wird von den eigenen Baugesetzen bedroht.
Die steirische Schweinehaltung wird von den eigenen Baugesetzen bedroht.
Durch das geplante, neue Baugesetz können für bereits bestehende, bewilligte Ställe zusätzliche Auflagen vorgeschrieben werden. Selbst dann, wenn die bescheidmäßigen Vorschriften mustergültig eingehalten werden. Nach Meinung Wlodkowskis bedroht die Novelle insbesondere die kleinen und mittleren Betriebe, sowie die Biobetriebe in ihrer Existenz.

Einbau von Biofiltern ist unfinanzierbar und wirkungslos
„Der in diesem Zusammenhang geforderte Einbau von Biofiltern ist für die kleinen und mittleren Betriebe sowie Biobetriebe nahezu wirkungslos“, unterstreicht der Kammerpräsident. Biofilter erzielen ihre Wirkung erst ab 5000 Mastplätzen. Einen derart großen Betrieb gibt es in der Steiermark nicht. Und: Biofilter sind selbst für Großbetriebe ab 5000 Schweineplätze nicht Stand der Technik und werden europaweit nicht verwendet. Außerdem sind Biofilter unfinanzierbar. Eine Biofilteranlage für 500 Mastplätze würde 390.000 Euro kosten. Um dies zu finanzieren, müsste ein Betrieb 15 Jahre lang Schweine halten, ohne Arbeitslohn und ohne Berücksichtigung der Stallbaufixkosten.


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Aktualisiert am: 03.06.2008 15:25

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