Steht eine Operation ins Haus?

Vertrauen ist gut, genaue Information ist besser und beruhigt. Was ist zu beachten, wenn Kinder ins Krankenhaus müssen?
In vielen Krankenhäusern ist es möglich, dass ein Elternteil beim Kind bleibt.
In vielen Krankenhäusern ist es möglich, dass ein Elternteil beim Kind bleibt.
Kleine Patienten bis zum Alter von zehn Jahren sollten nach Möglichkeit nicht alleine ins Krankenhaus. Viele Kinderkliniken bieten heute die Möglichkeit, dass Eltern ihr Kind begleiten und rund um die Uhr mitbetreuen. Auf jeden Fall beim Wegdämmern in die Narkose und beim Aufwachen nach dem Eingriff sollten Mutter oder Vater dabei sein.
Um vorher schon mal zu „üben“, kann man ganz kleine Patienten mit einem Arztkoffer aus dem Spielzeuggeschäft einstimmen. Gute Kinderbücher zum Thema helfen den schon etwas Älteren dabei, mit der Situation im Krankenhaus zurechtzukommen.
Am besten übersteht der kleine Patient die Zeit, wenn er sich trotz der vielen unbekannten Menschen und Behandlungsabläufe immer an eine Person seines Vertrauens anlehnen kann, wenn diese beruhigend mit ihm spricht und ihn so oft es geht, in den Arm nimmt. Krankheit sollte dabei nie ein Tabuthema sein – auch dann nicht, wenn ein Elternteil zu einem Eingriff ins Krankenhaus muss.

Operieren nach Mondphasen?
Was sollte man bei der Festsetzung des Operationstermins beachten? Immer wieder lehnen Patienten Eingriffe an Vollmondtagen ab, weil einschlägige „Mond-Ratgeber“ davor warnen, dass an diesen Tagen schwere Komplikationen zu befürchten seien. Dr. Michael Schardtmüller vom Landeskrankenhaus Kirchdorf wollte der Sache auf den Grund gehen und schaute sich je nach Mondphase und Sternzeichen-Phase den Verlauf von mehr als 200 Operationen an. Das Ergebnis: Der Mond und sein Verhältnis zum Tierkreiszeichen hatten keinerlei Einfluss auf den Verlauf der Operation oder die Zeit danach! Es macht aus wissenschaftlicher Sicht also keinen Sinn, beim Festlegen des OP-Termins darauf zu achten. Während man sich um den Mond nicht zu kümmern braucht, macht die Festlegung bestimmter Operationen nach Jahreszeit durchaus Sinn. So werden Venenoperationen meist im Winter gemacht. So erleichtert man den Patienten das Tragen der dicken Stützstrümpfe nach dem Eingriff und auch Schwellungen sind im Winter weniger stark. Für Operationen im Fußbereich eignet sich hingegen eher der Sommer, weil man da mit Verbänden und offenem Schuhwerk besser zurechtkommt.

Autorin: Dr. Regina SAILER, Salzburg


Aktualisiert am: 23.01.2007 15:21
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