Startschuss für Rechtsabkommen zum europäischen Waldschutz

Die Ministerkonferenz zum Schutz der Wälder in Europa – auch bekannt als FOREST EUROPE - wurde 1990 ins Leben gerufen und ist eine Kooperation von 46 europäischen Ländern und der Europäischen Union. Sie beschäftigt sich mit vordringlichen politisch und gesellschaftlich relevanten Fragen im Forstbereich und verabschiedet Empfehlungen, die dem Schutz der Wälder in Europa und ihrer nachhaltigen Bewirtschaftung dienen. Nach zwei intensiven Gesprächstagen wurde nun am 15. Juni 2011 in Oslo der Startschuss für ein rechtsverbindliches Instrument zum Schutz der Wälder in Europa gegeben und das entsprechende Verhandlungsmandat erteilt.
„Ein verpflichtendes Rechtsabkommen zum europäischen Waldschutz zu schaffen, ist eine österreichische Idee, die somit Wurzeln in Europa schlägt. Nach langem Tauziehen konnte nun durchgesetzt werden, eine europäische Waldkonvention zu verhandeln. Die Minister von 46 Ländern sowie die Europäische Union haben sich heute darauf geeinigt, ein Rahmenabkommen für Wälder bis 2013 auszuarbeiten und beschlussfertig zu machen. Von österreichischer Seite werden wir die Verhandlungen als Mitglied des Leitungsgremiums entscheidend mitgestalten“, freut sich Landwirtschaftsminister Berlakovich in einer diesbezüglichen Aussendung.

Stopp dem Biodoversitätsverlust
Neben dem Mandat für die Verhandlung eines rechtlich bindenden Schutzabkommens wurde in Oslo dabei auch der Ministerbeschluss „Forest Europe 2020“ unterzeichnet. Darin verpflichten sich die Vertragsstaaten, den Verlust der Biodiversität zu stoppen und geschädigte Wälder wiederherzustellen. Weiters soll die Bewirtschaftung der Wälder an den Klimawandel angepasst werden.

Autor:
Aktualisiert am: 16.06.2011 07:02
Landwirt.com Händler Landwirt.com User