Start der Borkenkäfersaison steht bevor

Die Käfer starten bei 16° C zum ersten Flug. Regelmäßige Kontrollen sind jetzt notwendig.
Eine effiziente Borkenkäferbekämpfung muss möglichst frühzeitig erfolgen.
Eine effiziente Borkenkäferbekämpfung muss möglichst frühzeitig erfolgen.
In vielen Waldgebieten Österreichs war in den vergangenen Jahren eine starke Zunahme der Borkenkäferpopulation und ein überdurchschnittlich hohes Schadholzausmaß festzustellen. Das lässt auch in der kommenden Vegetationsperiode eine große Gefahr und entsprechende Schäden befürchten. Da dieser Schädling unmittelbar vor dem ersten Ausfliegen aus seinem Überwinterungsquartier steht, ist nun erhöhte Aufmerksamkeit der Waldeigentümer auf einen Neubefall und rasches Handeln erforderlich.
"Jetzt ist die richtige Zeit, noch einmal alle Bestände auf Borkenkäferschadholz und befallsgeeignete Hölzer zu durchforschen und die während der Herbst- und Wintermonate frisch angefallenen Bäume noch rasch aufzuarbeiten und ehest möglich aus dem Wald zu entfernen", rät der oberösterreichische Landesrat Josef Stockinger zur einzig wirkungsvollen Bekämpfungsmaßnahme. "Bedenkt man, dass ein Borkenkäferpaar unter günstigen Bedingungen vom Frühjahr bis zum Herbst über 30.000 Nachkommen hervorbringen kann, wird klar, dass eine effiziente Bekämpfung möglichst frühzeitig durchgeführt werden muss."

Flug ab 16° C
Die Borkenkäfer benötigen für ihren ersten Frühjahrsflug Temperaturen von etwa 16° C. Dieser Schwellenwert wird erfahrungsgemäß in den nächsten Tagen erreicht beziehungsweise überschritten, sodass unmittelbar mit einem ersten Ausschwärmen der Borkenkäfer zu rechnen ist. Ab dann sind die Wälder während der gesamten Vegetationszeit regelmäßig auf Neubefall zu kontrollieren, frische Käferbäume rasch aufzuarbeiten und aus dem Wald zu entfernen.
Frischer Borkenkäferbefall ist insbesondere an Bohrmehlansammlungen im Stamm- und -fußbereich, Harzfluss und Spechttätigkeit, am Vergilben der Fichtenkronen und dem Nadelabfall zu erkennen. Ein Abblättern von Rindenteilen deutet dagegen auf einen bereits fortgeschrittenen Borkenkäferbefall (Jungtiere haben den Baum bereits verlassen) und Neubefall an Nachbarbäumen hin.


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Aktualisiert am: 19.04.2010 14:00
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