Starker Strukturwandel der französischen Schweinehaltung

Von 2000 bis 2010 verringerte sich die Zahl der Schweine in Frankreich um 7,1 %. Der Sauenbestand schrumpfte sogar um 21,2 %. 2010 hielten die französischen Schweinebauern rund 620 Tiere.
Von 2000 bis 2010 fand in der Schweinehaltung Frankreichs ein starker Strukturwandel statt.
Von 2000 bis 2010 fand in der Schweinehaltung Frankreichs ein starker Strukturwandel statt.
Einen rasanten Strukturwandel in der französischen Schweinehaltung - verbunden mit empfindlichen Verlusten an Produktionskapazitäten und Marktanteilen - belegt der Statistische Dienst des Pariser Landwirtschaftsministeriums (Agreste) im Zuge seiner Auswertungen der letzten Landwirtschaftszählung. Danach verringerte sich im französischen Mutterland zwischen 2000 und 2010 die Gesamtzahl der Schweine um 7,1 % auf etwa 13,8 Millionen, wobei der Sauenbestand sogar um 21,2 % auf 1,1 Millionen Tiere abgestockt wurde.
Den Statistikern zufolge schrumpfte der Schweinebestand in allen französischen Regionen bis auf Champagne-Ardenne, Elsass und Languedoc-Roussillon. Regelrecht dezimiert wurden die Schweinebestände in „historischen Schweineregionen“ wie Midi-Pyrénées und Aquitanien. Im äußersten Westen Frankreichs befinden sich 77 % des nationalen Schweinebestandes, wobei allein 57 % auf die Bretagne und 12 % auf Pays de la Loire entfallen.
Parallel zum Rückgang der Schweinebestände gaben fast zwei von drei französischen Züchtern und Mästern auf, sodass die verbleibenden 22.286 Höfe im Jahr 2010 durchschnittlich 620 Tiere hielten, das entspricht einer Zunahme um den Faktor 2,5. Dabei halbierte sich die Zahl der Sauenhalter annähernd. Zuletzt hielten 7.898 Züchter 1,1 Millionen Sauen. Daraus errechnet sich für 2010 eine mittlere Herdengröße, die mit 141 Tieren um 44 % größer war als 2000.

Aktualisiert am: 17.04.2013 09:48
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