Stallpacht – eine Alternative zum Neubau in der Schweinemast?

Die Stallpacht als Alternative zum Neubau ist eine in Österreich noch weitgehend unbekannte Produktionsmöglichkeit. Doch das Pachten eines Schweinestalls kann unter bestimmten Umständen wirtschaftlich durchaus sinnvoll sein.
Bei 1.000 und mehr Plätzen spielen dann selbst 15 oder 20 km Entfernung nicht mehr die entscheidende Rolle. Hier lohnen sich auch entsprechende technische Ausrüstungen zur Stall- und Fütterungsüberwachung.
Bei 1.000 und mehr Plätzen spielen dann selbst 15 oder 20 km Entfernung nicht mehr die entscheidende Rolle. Hier lohnen sich auch entsprechende technische Ausrüstungen zur Stall- und Fütterungsüberwachung.
Sowohl aus betriebswirtschaftlicher, wie auch aus genehmigungsrechtlicher Sicht wird die Stallpacht in der Schweinehaltung in den kommenden Jahren an Bedeutung gewinnen. Bei genauer Kalkulation und insbesondere auch Einhaltung der errechneten Grenzpachtpreise, ist die Stallpacht eine durchaus interessante Möglichkeit, das eigene Unternehmen weiter zu entwickeln. Im Regelfall wird es sich nur in wenigen Fällen vermeiden lassen, in das Pachtgebäude zusätzlich zu investieren. Am ehesten ist hier Bedarf im Bereich der Lüftungs- und Fütterungstechnik. Ausgereift sind auch die technischen Möglichkeiten der Fernüberwachung. So ist es heute kein Problem, zB eine Störung des Lüftungs- oder Fütterungscomputers per SMS auf das Handy gesendet zu bekommen oder die Daten dieser Rechner per Datenfernübertragung (DFÜ) auf den Computer im hofeigenen Büro übertragen zu lassen.

Als Pächter gefragt ist der unternehmerische Landwirt, der Lösungen flexibel gestaltet und seine Chancen nutzt. Auch für Verpächter hat dieser Weg Vorteile, besteht so doch die Möglichkeit, bei Aufgabe der eigenen Landwirtschaft bzw. Viehhaltung eine ordnungsgemäße Nutzung der Gebäude mit entsprechendem Substanzerhalt zu gewährleisten. Am Ende können so beide Seiten von einem guten Pachtverhältnis profitieren.

Autor: Peter SPANDAU, LK Nordrhein-Westfalen


Aktualisiert am: 21.09.2006 11:50
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