Stallkühlung mit wenig Aufwand

Die Kühlung der Stallluft mit Wassernebel unter hohem Druck ist effizient aber teuer. Gerade für Mastbetriebe könnte daher die Vernebelung unter niedrigem Druck eine kostengünstige Alternative darstellen.
Sprühkühlungssysteme mit niedrigem Druck werden vor allem in Kombination mit Einweichanlagen eingebaut.
Sprühkühlungssysteme mit niedrigem Druck werden vor allem in Kombination mit Einweichanlagen eingebaut.
Dabei wird über den Buchten Sprühnebel erzeugt, der von der Umluft aufgenommen wird und die Temperatur kühlen soll. Das Wasser kommt über Kunststoffrohre mit einem Druck von 3 – 5 bar zu den Düsen.

Kurze Sprühintervalle
Damit die relativ großen Wassertropfen die Schweine nicht erreichen und damit die Gefahr einer Erkältung darstellen, müssen die Sprühintervalle möglichst kurz gewählt werden. So lässt sich der Effekt einer Hochdruckkühlung – also die Aufnahme des Wassernebels durch die Umluft – nachstellen. In der Praxis hat sich eine Sprühdauer von 2 – 3 Sekunden durchgesetzt. In dieser kurzen Zeit kann die Stallluft rund um die Düsen den Sprühnebel aufnehmen. Je nach Außentemperatur und Kühlungsbedarf sind in der Praxis Sprühintervalle von 10 bis 30 Sekunden anzutreffen. Damit diese kurzen Sprühzeiten exakt eingehalten werden können, braucht das System eine Druckentlastung.

Kühlung der Stallluft
In diverse Untersuchungen zur Kühleffizienz dieses Systems ist von einer durchschnittlichen Temperaturreduktion während des Sommers 1 – 2°C im Vergleich zu nicht gekühlten Abteilen zu lesen. An besonders heißen Tagen über 30°C Außentemperatur beschreiben die Untersuchungen eine Temperaturreduktion von 2 – 4°C, je nach Luftfeuchtigkeit.



Autor: Roman GOLDBERGER, Rainbach





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Aktualisiert am: 20.05.2010 13:33
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