Stallbau: Kosten mit professioneller Planung senken

Die Weichen für einen kostengünstigen Stall werden in der Planung gestellt. Alleine die „Hülle“ des Stalls macht mehr als die Hälfte der Kosten aus. Den Hebel hier anzusetzen, zahlt sich jedenfalls aus.
Gute Leistungen werden nur dort erreicht, wo sich Mensch und Tier wohl fühlen. Deshalb ist es ratsam, bereits bei der Erstellung der Grundplanung und des Gesamtbetriebskonzeptes eine gute und neutrale Beratung in Anspruch zu nehmen.
Gute Leistungen werden nur dort erreicht, wo sich Mensch und Tier wohl fühlen. Deshalb ist es ratsam, bereits bei der Erstellung der Grundplanung und des Gesamtbetriebskonzeptes eine gute und neutrale Beratung in Anspruch zu nehmen.
Baukosten können nicht nur mit der Wahl des billigsten Baumaterials oder durch ein gutes Verhandlungsgeschick mit den Firmen gesenkt werden. Eine gute Planung mit einem durchdachten Raumkonzept hilft Baukosten zu sparen. Ein Quadratmeter verbaute Fläche kostet rund 310 Euro (ohne Aufstallung) - unabhängig davon, ob darauf Tiere gehalten werden können oder nicht. Daher sollte mit verbauter Fläche sehr nachhaltig umgegangen werden.

Gänge zentral anlegen
Bedienungsgänge sollten sehr zentral angeordnet sein. Überdimensionierte Gangbreiten und unnötige Gänge kosten bares Geld. Für die Gänge bedeutet dies, dass sie möglichst so angeordnet sind, dass im täglichen Betriebsablauf Wege nicht doppelt zurückgelegt werden müssen. Lagerplätze oder Räume wo sich zB die Medikamente befinden sollten ebenfalls zentral liegen. Auch die Futterachsen sollen von Anfang an mit berücksichtigt werden. Speziell bei Rohrbahnfütterungen ist es notwendig, klare „Futterachsen“ zu haben. Dies gewährt einerseits einen störungsfreieren Betrieb und hilft andererseits die Investitionskosten zu senken. Kurze Treibwege vermindern die Stressbelastung für Mensch und Tier.

Vorausschauend planen
Investitionszeit ist immer eine anstrengende Phase für Betriebsführer und Familie. Trotzdem sollte bereits bei der Planung eines Projektes, auf eine etwaige Erweiterung in der Zukunft nicht vergessen werden. Meistens ist dies nicht einmal mit zusätzlichen Kosten verbunden. Speziell bei Zuchtsauenställen ist es notwendig dementsprechende Vorkehrungen zu treffen. Erweiterungen, die sich nicht gut in den bestehenden Betriebsablauf integrieren lassen, verursachen höhere Kosten und mehr Arbeitsbelastung im laufenden Betrieb. So können bestehende Fütterungen nicht erweitert werden oder die so genannten Betriebsachsen werden durchbrochen. Klassiker ist des Öfteren die Positionierung von Güllelagern oder Maschinenhallen. Diese nie direkt hinter dem Stall anbauen. Auch wenn man in der aktuellen Situation glaubt, dies sei die letzte Investition gewesen. Viele Landwirte sind ein paar Jahre später des besseren belehrt worden. Deshalb gilt: VORWÄRTS DENKEN.

Autor: Ing. Franz PILCH, SchweineBeratung Steiermark (SBS), Gleisdorf


Aktualisiert am: 21.02.2008 15:31
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