Stärkere Milchquoten-Überlieferung und höhere Zusatzabgabe

Die österreichischen Milchbauern steuern im Quotenjahr 2010/11 auf eine immer stärkere Überlieferung der nationalen Milchquote und damit auf eine immer höhere Zusatzabgabe an die EU zu.
Die österreichischen Milchbauern steuern im Quotenjahr 2010/11 auf eine immer stärkere Überlieferung der nationalen Milchquote zu.
Die österreichischen Milchbauern steuern im Quotenjahr 2010/11 auf eine immer stärkere Überlieferung der nationalen Milchquote zu.
Laut dem jüngsten, am vergangenen Freitag veröffentlichten Milchbarometer der Agrarmarkt Austria (AMA) liegt die Menge der an die Molkereien und Käsereien bis am 10.01.2011 angelieferte Milch bereinigt um den Fettkorrekturfaktor schon um 13.929 t oder 0,6 % über der anteiligen Milchquote. Daraus prognostiziert die AMA für das gesamte Quotenjahr 2010/11 die Fälligkeit einer Zusatzabgabe von 3,88 Mio. Euro. In ihrem letzten Milchbarometer am 13.01.2011 ging die AMA nur von 3,23 Mio. Euro aus, das heißt, dass die Tendenz zur Mehranlieferung von Milch weiter steigt.

Zusatzabgabe für das Quotenjahr 2010/11
Die AMA legt ihrer Prognose eine nationale Quote für Milchanlieferungen (A-Quote) im gesamten Quotenjahr 2010/11 von 2,814.410 t zugrunde. Darin ist die von der EU im sogenannten Health Check beschlossene jährliche Aufstockung um 1 % und deren Nationale Zuteilung bereits inkludiert. Nun lieferten die heimischen Milcherzeuger von Anfang April 2010 bis zum 10.01.2011 schon 2,162.826 t Milch an die heimischen Verarbeiter an. Unter Berücksichtigung der sogenannten Fettkorrektur im Umfang von 25.415 t ergab sich eine Anlieferungsmenge von 2,188.241 t. Die Fettkorrektur um den Faktor 0,09 ist notwendig, weil die in Österreich erzeugte Milch einen höheren Fettgehalt aufweist als ihn die EU in ihren Quotenberechnungen anwendet. Damit lag die fettkorrigierte Milchanlieferung bereits um 0,6 % beziehungsweise 13.929 t über der anteiligen Quote von 2,174.312 t. Wie hoch die derzeit für das ganze Quotenjahr mit 3,88 Mio. Euro prognostizierte Zusatzabgabe tatsächlich ausfallen wird, hängt noch vom weiteren Anlieferungsverhalten der Landwirte bis zum Ende des Quotenjahres am 31.03.2011 ab.


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Aktualisiert am: 31.01.2011 16:37
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