Stabile Verhältnisse am EU-Schweinemarkt

Die Notierungen für Schlachtschweine tendieren großteils seitwärts. Die Kalenderwoche 20 brachte in Deutschland und Österreich gleichbleibende Preise. Die Prognose deutet auf stabile bis leicht steigende Preise in den nächsten Wochen hin.
In der Kalenderwoche 20 blieben die Preise für Schlachtschweine in Österreich und Deutschland auf Vorwochenniveau.
In der Kalenderwoche 20 blieben die Preise für Schlachtschweine in Österreich und Deutschland auf Vorwochenniveau.
Am EU-Schweinemarkt herrschen nach den Preisrückgängen der vergangenen Wochen jetzt wieder stabile Verhältnisse - die Talsohle dürfte erreicht worden sein. Das zuletzt quer durch die Union schwächelnde Preisgefüge findet zunehmend Boden unter den Füßen. Das im Vergleich zu Ostern um rund 7% billiger gewordene Schweinefleisch lässt sich im Export leichter absetzen. Die Grillsaison hat mittlerweile wirklich begonnen und diese Woche fällt auch nicht feiertagsbedingt ein Schlachttag aus. Vor diesem Hintergrund bleiben die Schweinepreise in den meisten Ländern in Anlehnung an die deutsche Leitnotierung unverändert auf Vorwochenniveau.

Marktsituation in Österreich
In Österreich gelang es vergangene Woche abermals nicht, die erheblichen Überhänge an Schlachtschweinen substanziell abzubauen. Primär stand der fehlende Schlachttag (Christi Himmelfahrt) diesem Bemühen im Wege. Vom Fleischmarkt waren, speziell bei Grillartikeln, durchwegs schon Absatzimpulse spürbar. Attraktive Frischfleischangebote im Lebensmittelhandel tragen aktuell dazu bei, Angebot und Nachfrage am Schweinemarkt wieder ins Lot zu bringen. Aufgrund dieser Situation wurde der heimische Mastschweine-Notierungspreis auf Vorwochenniveau fixiert, er bleibt somit bei einem Basispreis von 1,44 Euro je kg.
"Da im Mai noch zwei Feiertagswochen die Schlachtkapazität einschränken werden, sind Preisveränderungen in die gewünschte Richtung eher erst im Juni wahrscheinlich", zeigt sich Johann Schlederer von der Österreichischen Schweinebörse vorsichtig optimistisch, was die kurzfristigen Markttendenzen betrifft. Die Aussichten auf das zweite Halbjahr werden insgesamt freundlicher eingeschätzt.

Marktsituation in Deutschland
In der BRD ist der Schlachttiermarkt ebenfalls von einer optimistischen Grundstimmung geprägt. Am Wochenanfang überstieg die Nachfrage nach lebenden Schweinen stellenweise das vorhandene Angebot. Die Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands (ISN) geht daher von mindestens unveränderten Preisen aus.

Aktualisiert am: 15.05.2013 07:47
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