Staatspreis für beispielhafte Waldwirtschaft

Im Rahmen des Österreichischen Waldbauerntages 2009 ist an diesem Wochenende in Oberschützen (Burgenland) zum 15. Mal der Staatspreis für beispielhafte Waldwirtschaft verliehen worden. Alle prämierten Ideen zeigen, dass sowohl der Forst als auch die Region und letztlich der Klimaschutz von einer nachhaltigen Forstbewirtschaftung profitieren.
Wer seinen Wald vorbildhaft pflegt, könnte eines Tages den Staatspreis für Forstwirtschaft erhalten.
Wer seinen Wald vorbildhaft pflegt, könnte eines Tages den Staatspreis für Forstwirtschaft erhalten.
"Ich bin stolz auf die heimischen Waldbauern. Österreich ist in der glücklichen Lage, die Ressource Forst in guten Händen zu wissen. Eine Vielzahl von Landwirten kümmert sich in ihrer täglichen Arbeit mit Engagement, guter Ausbildung und innovativen Ideen um ihn", erklärte Landwirtschafts- und Umweltminister Nikolaus Berlakovich. "Für unsere Heimat mit ihren vielfältigen Lebensräumen ist eine ausreichende Waldausstattung mit bestmöglicher Erfüllung der Nutz-, Schutz-, Wohlfahrts- und Erholungsfunktion unverzichtbar. An die 250.000 Österreicher/-innen leben direkt oder indirekt vom Forst und seinen Produkten. Ein Großteil der Besitzer trägt dafür Sorge, dass seine Multifunktionalität erhalten bleibt und permanent verbessert wird. Ihnen allen und in besonderer Weise den Staatspreisträgern 2009 sei für ihre Arbeit und ihr unermüdliches Engagement recht herzlich gedankt ", ergänzte der Präsident der Landwirtschaftskammer Burgenland, Franz Stefan Hautzinger.

Nachhaltigkeit und neue Ideen ausgezeichnet

Hans Lennkh aus Oberösterreich zeichnet sich durch seine Bemühungen um die Schutzwaldbestände aus, die rund die Hälfte seines Betriebes umfassen. Auch Helmut Wachernig aus Kärnten bewirtschaftet seinen Baumbestand so naturnah wie möglich: Bei der Nutzung wird in erster Linie auf die Entnahme von Bäumen mit schlechterer Qualität und auf die Freistellung der Naturverjüngung Wert gelegt.

Christine und Engelbert Egger aus Niederösterreich haben sich auf die Bereitstellung von Sägerundholz spezialisiert und sind damit sehr erfolgreich. Darum dreht sich auch alles bei Karl Kofler aus Tirol. Regina und Josef Hehenfelder bemühen sich um eine besonders konsequente, naturnahe Bewirtschaftung ihres Betriebes. Johann Perner aus Salzburg hat weiters früh begonnen, bestandsverbessernde Maßnahmen durch Dickungspflege und Erstdurchforstungen zu setzen.

Mit Ökologie zum wirtschaftlichen Erfolg

Die Urbarialgemeinde Rechnitz-Deutschmarkt im Burgenland zeichnet sich durch eine sehr ökologisch orientierte und wirtschaftlich erfolgreiche Forstwirtschaft aus. Beispielhaft ist auch die Zusammenarbeit der Agrargemeinschaft Einötzen aus Einach in der Steiermark sowie die der Agrargemeinschaft Thüringberg in Vorarlberg.

Zwei Kooperationspreis-Träger

Den diesjährigen Kooperationspreis für erfolgreiche forstliche Gemeinschaften teilen sich Hansjörg Kirchner und die Waldverband Steiermark GmbH. Kirchner betreibt gemeinsam mit dem Waldverband Salzburg, den Österreichischen Bundesforsten sowie der Einforstungsgenossenschaft Pinzgau eine besondere Form von Zusammenarbeit. Eine Erfolgsgeschichte an sich ist auch der steirische Verband, der sich im Laufe der Jahre von kleineren regionalen Gemeinschaften zu einer heute großen und äußerst schlagkräftigen Einheit entwickelt hat.

Weitere Informationen zu den einzelnen Preisträgern sind hier zu finden.


Aktualisiert am: 14.10.2009 19:27
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