Spezialkulturen: Mut zu Alternativen

Neben den Routine-Früchten machen Nischen-Früchte wieder mehr von sich reden. Sie verbessern die Fruchtfolge und erhöhen so langfristig das Ergebnis im Ackerbau. Der Absatz scheint gesichert, dafür erfordert der Anbau etwas mehr Know-How.
Der Ölgehalt beim Öllein liegt zwischen 30 % und 44 % und hängt ab von der Sorte, den Umweltbedingungen und dem Grad der Reife. Hauptfettsäure ist mit bis 70 % die ungesättigte Linolensäure. Der Gehalt der Omega-3-Fettsäuren in Leinöl ist der höchste aller bekannten Pflanzenöle.
Der Ölgehalt beim Öllein liegt zwischen 30 % und 44 % und hängt ab von der Sorte, den Umweltbedingungen und dem Grad der Reife. Hauptfettsäure ist mit bis 70 % die ungesättigte Linolensäure. Der Gehalt der Omega-3-Fettsäuren in Leinöl ist der höchste aller bekannten Pflanzenöle.
Die österreichische Verarbeitungsindustrie von Lebensmitteln sucht vor allem bei Spezialkulturen nach langfristigen Bezugsmöglichkeiten. Die Importe sind, die Qualität betreffend, teilweise nicht zufriedenstellend. Häufige Mängel sind oft kleinkörnige bzw. hartschalige Samen, Rückstände von Kontaminationen oder auch Verpilzungen. Eine saubere und ökologische Produktion, wie sie in Österreich stattfindet, hat auch langfristig Marktchancen. Zurzeit werden nur ca. 20 % des Bedarfes an Alternativkulturen aus österreichischem Anbau geliefert. Der Rest wird importiert, wovon in etwa die Hälfte aus europäischem Anbau stammt. „Intelligent“ sind die Kulturen deshalb, weil manchmal etwas mehr Know-How (Können) in der Feldproduktion gefordert ist und aus der Ernte entweder direkt Lebensmittel oder auch neue, vielfältige und meist höherwertige Produkte geschaffen werden.

Die wichtigsten Vorteile
Innovative Kulturen sind wegen ihrer Bodenverbesserungsmöglichkeiten, der Fruchtfolgeauflockerung und kurzen Vegetationsleistung ackerbaulich interessant. Zu beachten ist, dass durch jahrelangen Aufbau von Veredlungsunternehmen (Aufbereitungs- und Fertigungsstellen, Hersteller von Lebensmittelmischungen und –füllen etc. sowie neue alternative Vermarktungsunternehmen) in Österreich hohe Investitionen getätigt wurden. Die Chance, solche Unternehmen künftig mehr mit intelligenten Ackerkulturen in die Produktion mit einzubeziehen, wäre eine Möglichkeit, dem Marktdruck etwas auszuweichen. Oftmals sind damit auch bessere Deckungsbeiträge erzielbar. Zugleich könnte damit den Interessen von Konsumenten, mehr aus heimischer Produktion zu erhalten, entsprochen werden.

Autor: Ing. Peter KÖPPL, LK Oberösterreich


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Aktualisiert am: 23.11.2009 15:06
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