Spatenstichfeier für Laufstall in Raumberg-Gumpenstein

Vor allem wissenschaftliche Notwendigkeiten, aber auch das neue Tierschutzgesetz haben zu intensiven Bemühungen geführt, am Lehr- und Forschungszentrum Raumberg-Gumpenstein einen Rinder-Forschungsstall zu errichten. Zum Spatenstich kam auch Bundesminister DI Nikolaus Berlakovich nach Gumpenstein.
Baubeginn es neuen Rinderstalles am LFZ Raumberg-Gumpenstein soll im Juni 2010 sein. Mit der Fertigstellung und Inbetriebnahme ist bereits Ende September 2010 zu rechnen.
Baubeginn es neuen Rinderstalles am LFZ Raumberg-Gumpenstein soll im Juni 2010 sein. Mit der Fertigstellung und Inbetriebnahme ist bereits Ende September 2010 zu rechnen.
In seiner Festansprache würdigte Bundesminister Berlakovich ebenfalls die Leistungen seiner größten Dienststelle und bekannte sich dazu, gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten in Bildung und Forschung zu investieren. Mit dem neuen Lehr- und Forschungsstall werden den internationalen Forschungsmaßstäben Rechnung tragende Versuchsbedingungen ermöglicht. Baubeginn soll im Juni 2010 sein, mit der Fertigstellung und Inbetriebnahme ist bereits Ende September 2010 zu rechnen.

Laufstall für 65 Kühe
Errichtet wird ein moderner Laufstall für 65 Milchkühe mit allen notwenigen Lehr- und Versuchseinrichtungen.

  • Der Stall ist in einen Warmteil für die wissenschaftlichen Erhebungen und einen kalten Außenbereich für die Tiere unterteilt
  • Effiziente Versuchsabläufe – bisher waren die Tiere in 3 Stallungen untergebracht
  • Der Stallteil ist vorbildlich hinsichtlich kostengünstiges und tiergerechtes Bauen und zeichnet sich für die Versuchsbedingungen durch eine besondere Variabilität aus
  • Musterstall für die Tierschutzrechtskonformität
  • Fressbereich mit Calan-Einrichtung zur individuellen Futterzuteilung
  • Liegeboxen in Cuccetten im Freien – gleichzeitig auch Auslauf
  • Kraftfutterstation mit automatischer und verlässlicher Tierverwiegung
  • Planbefestigte Laufflächen, tiergerechte Gummimatten mit Faltschieberentmistung
  • Großzügige Abkalbeboxen bzw. Special-Needs-Bereich für bis zu 20 Tiere
  • Separierbuchten
  • Moderne Melkanlage mit automatischer Erfassung wichtiger Parameter
  • Entsprechende Hygienestandards für Tierbehandlungen – eigener Behandlungsraum; auch chirurgische Eingriffe möglich
  • Besuchergalerie: Exkursionen können die Tiere von oben beobachten – geringes Risiko der Einschleppung von Infektionen
  • Seminarraum für Stallseminare und den praktischen Unterricht der Schüler mit Blick in den Stall und auf den Außenbereich
  • Güllegrube mit Vorbereitung für eine Biogasanlage


Möglichkeiten, die sich dadurch neu ergeben:

  • Fütterungsversuche nach modernen Standards und den statistischen Anforderungen – tierindividuelle Futter- und Wasseraufnahme und permanente Tierverwiegung
  • Hohe Versuchsgenauigkeit – Ausschalten eines spezifischen Stalleinflusses
  • An die Praxis angepasstes Versuchsdesign möglich
  • Erhöhung der Versuchskapazität durch automatische Tiererkennung und damit verbundener Gruppenteilung bei tiergerechter Laufstallhaltung
  • Ethologische Untersuchungen und Beobachtungen
  • Vorzeige-Projekt für die Praxis – Tiergerechtheit, Praxistauglichkeit, günstige Verfahrensabläufe im Forschungsbetrieb, effizienter Personaleinsatz
  • Optimale Verschneidung von Forschung und Lehre (Infrastruktur, Technik, Mitarbeit, Diplomarbeiten)
  • Fachpraktischer Unterricht für Schüler und im Rahmen der Erwachsenenbildung
  • Institutsübergreifende Projekte (Klimawandel: Emissionen aus der Tierhaltung)
  • Teilnahme an großen nationalen und internationalen Kooperationsprojekten



Aktualisiert am: 09.04.2010 14:29
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