Sozialrechtliche Neuerungen bei überbetrieblichen Einsätzen

Welche Sozialversicherungsrechtliche Neuerungen für Betriebshelfer im Rahmen eines Maschinen- und Betriebshilferinges und für Holzakkordanten gelten, erfahren Sie im nachstehenden Beitrag.

Ab dem Beitragsjahr 2004 müssen alle Holzakkordarbeiter Sozialversicherungsbeiträge entrichten.
Ab dem Beitragsjahr 2004 müssen alle Holzakkordarbeiter Sozialversicherungsbeiträge entrichten.
Bislang mussten Holzakkordanten und Landwirte, die Dienstleistungen mit oder ohne Betriebsmittel für andere land- und forstwirtschaftliche Betriebe einschließlich der Tätigkeit als Betriebshelfer im Rahmen eines Maschinen- und Betriebshilferinges erbrachten, eine Einnahmengrenze von € 24.200,- beachten. Wurde diese Einnahmengrenze nicht überschritten, dann waren diese Einnahmen für die Bemessung der bäuerlichen Sozialversicherung nicht gesondert anzusetzen und mit der einheitswertabhängigen Beitragsgrundlage abgegolten. Erst bei Überschreiten dieser Grenze kam es zu einer Vorschreibung von zusätzlichen Beiträgen. Die Beitragsgrundlage betrug in diesen Fällen 30 % der sich aus den Aufzeichnungen ergebenden Einnahmen (inklusive Umsatzsteuer). Ab dem Beitragsjahr 2004 entfällt nun diese Freigrenze und alle Holzakkordanten und Landwirte, die Dienstleistungen mit oder ohne Betriebsmittel für andere land- und forstwirtschaftliche Betriebe einschließlich der Tätigkeit als Betriebshelfer im Rahmen eines Maschinen- und Betriebshilferinges erbringen, müssen Sozialversicherungsbeiträge für diese Tätigkeiten entrichten.

Falls die gemeinsame Grenze aus Nebentätigkeiten und Be- und Verarbeitung von € 24.200,- überschritten wird, liegt hinsichtlich der Tätigkeit als Holzakkordant bzw. als Dienstleister oder Betriebshelfer im Rahmen eines Maschinenringes steuerlich ein Gewerbebetrieb vor. Das hat zur Folge, dass der Gewinn für diesen Gewerbebetrieb mit einer Einnahmen–Ausgaben–Rechnung zu ermitteln und die Umsatzsteuer nach den allgemeinen Regeln des Umsatzsteuergesetzes mit dem Finanzamt zu verrechnen ist. Der Landwirt hat monatlich eine so genannte Umsatzsteuervoranmeldung abzugeben. Außerdem hat er einmal jährlich eine Umsatzsteuer beim Finanzamt einzureichen.

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Aktualisiert am: 20.10.2004 16:13
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