Sonnige Wärme aus Österreich am EU-Stockerl

Im aktuellen EU-Ranking „Solarwärmeanlagen“ liegt Österreich auf Platz 2, weltweit auf Platz 8 vor USA und Australien. Auch die Olympia-Schwimmhalle in Peking ist mit österreichischer Solartechnik ausgestattet.
Um fast die Hälfte mehr verkaufte Solarwärmeanlagen seit 2002 zeigt die aktuelle EU-Solarmarktstatistik. Allein im Vorjahr wurden 2,7 Millionen Quadratmeter Sonnenkollektoren auf Europas Dächern neu installiert. Die Solarwärmeleistung dieser Anlagen beträgt 1.900 Megawatt. Zum Vergleich: die Gesamtleistung aller heimischen Donaukraftwerke liegt bei knapp 2.100 MW.

Österreich erreicht Silber

Der Sonnenkollektor-Export hat sich seit 2002 mehr als verdreifacht. 2007 waren es bereits 800.000 sonnige Quadratmeter aus Österreich. Seit 2001 werden zudem mehr Kollektoren ins Ausland verkauft als im Inland installiert. Somit stammt jeder dritte Sonnenkollektor in den EU-27 aus Österreich. Europäische Vergleiche zeigen: Belgien errichtet nicht mehr Solaranlagen als Niederösterreich, im sonnigen Portugal sind es gerade soviel wie in Kärnten, in Ungarn weniger als im Burgenland.

Solarenergie als Jobmotor

Der wirtschaftliche Output unserer Solarwärmebranche - Produktion, Handel und Installation von thermischen Solaranlagen - betrug im Vorjahr 385 Mio Euro. Die Solarwärmebranche sichert mittlerweile 6.500 Arbeitsplätze in Österreich – Tendenz stark steigend. Denn der hohe Ölpreis schafft neue Arbeitsplätze in der boomenden Branche der erneuerbaren Energie. Somit zählt die österreichische Solarwärmebranche seit 2006 zu den 20 größten Industriezweigen.

Abhängigkeit von Energiepreis-Steigerungen verringern

50% des EU-Energieverbrauches geht auf Heizen und Kühlen zurück, davon wird allerdings weniger als 1% mit der Sonne gedeckt. Mit Solarenergie kann die Abhängigkeit von Energiepreis-Steigerungen dauerhaft verringert werden. Im Jahr 2020 könnten Solarkollektoren europaweit mehr als 20 Millionen Tonnen Heizöl ersetzen, so der Solar Thermal Action Plan for Europe des Europäischen Solarverbandes ESTIF. Den Weg in diese Richtung soll die geplante EU-Rahmenrichtlinie Erneuerbare Energie weisen. Sie soll noch 2008 beschlossen werden.


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Aktualisiert am: 05.08.2008 14:28
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