Sonnenblumen für Biogas

Mais ist momentan die wichtigste Kultur, wenn es um die Erzeugung von Biomasse für Biogasanlagen geht. Dennoch werden zurzeit eine Reihe anderer Pflanzenarten geprüft, die vor allem in Grenzlagen des Maisanbaus oder in Energiefruchtfolgen Bedeutung erlangen könnten. Eine dieser Alternativen ist die Sonnenblume.
Die Produktionstechnik ist bei Sonnenblumen traditionell einfach.
Die Produktionstechnik ist bei Sonnenblumen traditionell einfach.
Die Silierfähigkeit der Sonnenblume (25-30 % Trockensubstanz) wird in Abhängigkeit von Sorte, Standort und Aussaatzeit nach etwa 120-160 Tagen erreicht. Insofern kann nach einer Aussaat von April bis Mitte Mai in der Regel mit einer Ernte im Laufe des Septembers gerechnet werden. In spätfrostfreien Lagen sind Frühsaaten mit Sonnenblumen sogar ab Ende März möglich, da infolge ihrer guten Kühletoleranz Wachstumsverzögerungen, wie beispielsweise beim Mais, nicht in dem Maße zu erwarten sind.

Bei einer späteren Aussaat im Juni wird die Silierfähigkeit der Sonnenblume vergleichsweise früh erreicht, da das höhere Licht- und Wärmeangebot den Ablauf der Entwicklungsphasen der Sonnenblume beschleunigt. Insofern sind Sonnenblumen zur Biomassenutzung als Zweitfrucht geeignet und könnten in einem Zweinutzungssystem nach einer Vorfrucht wie Energieroggen genutzt werden. Nach ersten Spätsaatversuchen ist bei einer Aussaat Mitte Juni eine Ernte Anfang Oktober denkbar. Das in diesem Zeitraum zu erwartende Ertragsniveau liegt bei 90-120 dt/ha.

Autor: Martin GANßMANN, Produktmanager Mais und Ölsaaten, KWS Einbeck


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Aktualisiert am: 27.03.2006 15:33
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