Solaranlagen: Trotz neuem EEG aktueller denn je

Die Vergütungssätze für die eingespeiste Strommenge aus Photovoltaikanlagen sind mit Ende Juni 2012 gesunken. Dennoch kann eine Installation auf landwirtschaftlichen Gebäuden lukrativ sein.
Um den höchsten Ertrag aus der Photovoltaikanlage zu erzielen, sind Dachneigung von 10-40 ° entscheidend.
Um den höchsten Ertrag aus der Photovoltaikanlage zu erzielen, sind Dachneigung von 10-40 ° entscheidend.
Großflächige Stall-, Scheunen- und Hausdächer, sowie ungenutzte Freiflächen bieten viel Platz für die Solarmodule. Bereits bis heute werden ein Fünftel der Anlagen in Deutschland auf landwirtschaftlichen Gebäuden installiert. Die Stromerzeugung durch Sonnenenergie ist so zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor herangereift. 2011 wurden in Deutschland über 3 % des gesamten Stromverbrauchs durch Solaranlagen gedeckt, bis 2020 soll dies auf 10 % steigen.
Diese Tendenz ist wirtschaftlich für Landwirte besonders interessant. Der durch Photovoltaikanlagen gewonnene Strom kann nämlich einerseits für die eigene Stromversorgung vor Ort genutzt werden. Gerade wenn man die steigenden Energiepreise der letzten Jahre betrachtet ist der Bezug aus dem öffentlichen Netz langfristig teurer als der Selbstverbrauch.

Selbstverbrauch steigern

So kann die Energie für Strom und Heizung, wie auch für die Funktion zahlreicher Geräte wie E-Gabelstapler oder Zaunanlagen genutzt werden. Andererseits können ungenutzte Dach- und Freiflächen an gewerbliche oder private Solaranlagenbetreiber vermietet oder verpachtet werden.
Die Einspeisung des überschüssigen Stromes wird durch den Vergütungssatz des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgelegt wurde. Besonders zu beachten innerhalb der
Photovoltaikförderung für Landwirte sind die neuen Regelungen seit dem 28.06.2012.
Darin wurde beschlossen, die Vergütung von Dach- und Freiflächenanlagen bei einer Leistung bis 10 MWp gleichzusetzen. Im August 2012 lag der Vergütungssatz bei 12, 97 Cent pro KWh, jedoch verringert dieser sich monatlich um 1 %. Trotz jener sinkenden Vergütungen ist die Investition in neue Solartechnik auf geeigneten Standorten jedoch weiterhin rentabel. Dies ist besonders durch die stetig sinkenden Anschaffungspreise für PV-Module auf Grund der steigenden Nachfrage und Neuerungen in der Technik der Fall.

Ertrag regional unterschiedlich

Vor der Installation gibt es einige Punkte zu beachten. Dazu zählen leichte regionale Unterschiede, die dazu führen, dass es in Süddeutschland eine höhere Sonneneinstrahlung als im Norden gibt. Bis zu 10 % kann hier der Ertrag schwanken. Durch einfache Baumaßnahmen, wie eine erhöhte Neigung der Solarmodule können diese geografischen Unterschiede ausgeglichen werden.
Daneben soll der Standort der Anlage verschattungsfrei sein. Bei einer Neigung der Freiland- oder Dachfläche von 10–40° ist der Ertrag am höchsten.

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Aktualisiert am: 22.08.2012 13:20
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