Sojaschrot in der Schweinemast durch Trockenschlempe ersetzen

Es sind keine negativen Einflüsse auf die Mast- und Schlachtleistungsmerkmale zu befürchten. Es müssen aber zwei essenzielle Aminosäuren überdurchschnittlich ergänzt werden.
Schlempe, wie sie bei der Destillation von Bioethanol als Nebenprodukt anfällt, hat sich in getrockneter Form als Rinderfutter bereits bewährt. Aktuelle Versuche an der Universität für Bodenkultur zeigen, dass Trockenschlempe auch in der Schweinemast Sojaschrot ersetzen kann.

Trockenschlempe als Eiweißfuttermittel für Schweinen

Traditionell wurde (Trocken-)Schlempe bislang eher als ein Eiweißfuttermittel für Wiederkäuer erachtet. Dies beruhte hauptsächlich auf der zumeist aggressiven Trocknung und deren negativen Folgen für Proteinqualität, Verdaulichkeit der Nährstoffe und damit der Qualität des Futtermittels insgesamt. Im Rahmen der modernen Bioethanolerzeugung fallen in Österreich inzwischen große Mengen an Trockenschlempe mit vergleichsweise hoher Qualität aus einer nur geringen Anzahl an Ausgangsprodukten an (derzeit Mais und Weizen). Dies wirft die Frage nach der Einsatzwürdigkeit der Trockenschlempe als Eiweißfuttermittel in der Schweine- und Geflügelfütterung auf, zumal in Österreich mehr Trockenschlempe anfällt, als für die Rinderfütterung benötigt wird. Aus diesen Gründen erarbeitet das Institut für Tierernährung, Tierische Lebensmittel und Ernährungsphysiologie der Universität für Bodenkultur in Fütterungsversuchen schrittweise die Möglichkeit des Austauschs von Sojaschrot durch Trockenschlempe bei Schwein und Geflügel.

Den gesamten Artikel von Dr. Schedle und Prof. Dr. Windisch können Sie unter folgendem Link nachlesen: Sojaschrot auch in der Schweinemast durch Trockenschlempe ersetzbar (Quelle: bauernzeitung.at)


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Aktualisiert am: 11.12.2009 08:21
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