Sojagetränke sind keine Milch

Im direkten Vergleich der wichtigsten Inhaltsstoffe wie zum Beispiel Kalzium sowie der Bekömmlichkeit schneide die Milch als Original von der Milchkuh besser ab.
Die Bezeichnung „Milch“ ist durch die EU-weit geltende Bezeichnungsschutzverordnung geschützt und tierischen Produkten vorbehalten.
Die Bezeichnung „Milch“ ist durch die EU-weit geltende Bezeichnungsschutzverordnung geschützt und tierischen Produkten vorbehalten.
Der tägliche Milchgenuss sollte nicht durch den Konsum von Sojagetränken ersetzt werden. Davor hat der Deutsche Bauernverband (DBV) unter Bezug auf entsprechende ernährungswissenschaftliche Erkenntnisse gewarnt. Im direkten Vergleich der wichtigsten Inhaltsstoffe wie zum Beispiel Kalzium sowie der Bekömmlichkeit schneide die Milch als Original von der Milchkuh um Längen besser ab, betonte der Bauernverband vergangene Woche in Berlin.

Phytohormone in Sojadrinks können negative Folgen haben
Nach Aussagen des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) könnten die in Sojadrinks enthaltenen Phytohormone mit erheblichen negativen Folgen für die Gesundheit der Verbraucher verbunden sein. Zugleich spreche das Bundesinstitut die Empfehlung aus, Sojanahrung für Säuglinge nur nach ärztlicher Empfehlung anzuwenden. Selbst bei einer Unverträglichkeit von Milchsorten rate das BfR von einem Ersatz der Milch durch Soja ab. Gleiches gelte bei einer Kuhmilchallergie, weil das Sojaprotein selbst allergische Reaktionen auslösen könne. Der DBV stellte fest, die Hersteller von Sojadrinks würden nicht müde, das gute Image der Milch als Verkaufsargument zu nutzen.

Sojagetränk darf nicht als „Milch“ bezeichnet werden
Obwohl der Begriff „Milch“ nicht für Sojagetränke benutzt werden dürfe, werde versucht, über Verpackung oder Auslobung Sojagetränke in ihrer Bedeutung für eine gesunde Ernährung Milchgetränken gleichzustellen oder sogar noch höherwertiger scheinen zu lassen. Vor diesem Hintergrund empfiehlt der Bauernverband den Verbrauchern, beim Einkauf genau auf die Kennzeichnung zu achten. Nach geltendem Recht dürften sich die Konsumenten darauf verlassen, dass „Milch“ von Kühen stamme. Bei Milch von anderen Säugetieren wie Ziegen oder Stuten müsse die Tierart zusätzlich angegeben werden, denn die Bezeichnung „Milch“ sei durch die EU-weit geltende Bezeichnungsschutzverordnung geschützt und tierischen Produkten vorbehalten. Ausnahmen seien nur unter sehr eng gefassten Voraussetzungen möglich. Ganz bewusst gehöre der Begriff „Sojamilch“ nicht zu den Ausnahmen, so dass eine derartige Produktbezeichnung für Sojagetränke unzulässig sei. AgE


Aktualisiert am: 30.12.2009 13:54
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