Sojafrei mit Raps und Getreideschlempe

Mit alternativen Eiweißträgern lässt sich Sojaextraktionsschrot ersetzen. Folgende Rationsbeispiele zeigen die ideale Kombination der Eiweißfuttermittel, mit der sich auch Kraftfutterkosten sparen lassen.
In den letzten zehn Jahren wurden die Einsatzmöglichkeiten von Rapsprodukten in der Rinderfütterung eingehend überprüft.
In den letzten zehn Jahren wurden die Einsatzmöglichkeiten von Rapsprodukten in der Rinderfütterung eingehend überprüft.
Es wird zwar in Österreich derzeit genügend GVO freier Sojaschrot angeboten, aber um Verunreinigungen mit GVO Soja zu vermeiden, verzichten viele Milchbauern gänzlich auf Sojaschrot und greifen auf eiweißreiche Milchviehfertigfutter ohne Sojaanteil zurück.

Ein weiterer Grund für den Umstieg auf alternative Futtermittel ist der höhere Preis für GVO-freien Sojaschrot gegenüber alternativen Eiweißträgern. Dieser Trend wird sich in Zukunft noch verstärken, da aus der Bioenergiegewinnung immer größere Mengen an Koppelprodukten, wie Rapsextraktionsschrot und -kuchen sowie Getreideschlempen anfallen werden. Diese Eiweißfuttermittel sind hochwertig und ersetzen bei konstanter Qualität und kontinuierlicher Produktion Sojaschrot.

Aus dem Aufkommen möglicher Substitutionsprodukte von Sojaschrot und deren zukünftige Entwicklung lässt sich folgern, dass für die Rinderfütterung in Zukunft besonders Rapsprodukte und Trockenschlempe von Bedeutung sein werden.

Rinderbauern können Sojaschrot ohne negative Auswirkungen durch alternative Eiweißfuttermittel austauschen. Milchviehbetriebe mit hohen Leistungen müssen aber darauf achten, dass die Energiedichte und der Gehalt an nutzbarem Rohprotein ausreichend sind.

Fazit
Menge und Qualität der heimischen Eiweißfuttermittel sind in den letzten Jahren stetig gestiegen. Durch die stark steigende Produktion von Biotreibstoffen wird im nächsten Jahr besonders viel Rapsextraktionsschrot und -kuchen, sowie Trockenschlempe angeboten. Diese Koppelprodukte sind für die Rinderfütterung bestens geeignet. Auch Milchkühe mit hohen Leistungen können bei optimaler Kombination mehrerer alternativer Eiweißfuttermittel ohne Sojaschrot gut gefüttert werden.

Autor: DI Karl WURM, LK Steiermark


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Aktualisiert am: 07.12.2006 17:07
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