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Sojabohne - Ein paar Kniffe für 2019

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Die Nachfrage nach GMO-freien Sojabohnen ist ungebrochen. Das lässt auch die die Anbaufläche in die Höhe gehen. Nicht zuletzt steigt aber auch die Expertise für diese „Alternativkultur“ stetig an.
2018 litten zum Teil auch die Sojabohnenbestände unter der Trockenheit. Foto: Agrarfoto
2018 litten zum Teil auch die Sojabohnenbestände unter der Trockenheit. Foto: Agrarfoto
Die Sojabohnenanbaufläche ist in den vergangenen 10 Jahren von insgesamt 18.300 ha und 1.600 ha Bio auf 67.600 ha insgesamt und 19.100 ha Biosojabohne angestiegen. Das heißt, die Gesamtfläche hat sich fast vervierfacht und die Biosojabohne sogar verzwölffacht. In dieser Flächensteigerung sind sowohl bestehende Betriebe, die ihre Sojafläche deutlich gesteigert haben, als auch Neueinsteiger enthalten. Die letzten Jahre haben unter stark wechselnden Bedingungen wie Kälte und Nässe, bzw. Trockenheit zum Anbau, Kälte in der Blüte und Trockenheit im Sommer, die Anbauer vor immer wieder neue Herausforderungen gestellt. Gerade das Jahr 2018 war nördlich der Alpen durch eine extreme Trockenheit geprägt, während der Süden Österreichs teilweise deutlich überdurchschnittliche Niederschläge erhielt.

Bodenerwärmung
Die Sojabohne benötigt zur Keimung 10° C Bodentemperatur und bevorzugt durch die besondere Form der Keimung – bei der die Bohnen als Keimblätter die Erdoberfläche durchdringen müssen – Böden mit guter Struktur und rascher Erwärmung. Vor allem auf schweren, kalten und zur Verschlämmung neigenden Böden ist eine Gabe von 500 bis 800 kg CaO/ha über Misch- oder Branntkalk sinnvoll. Diese sollten Sie vorzugsweise vor der Saat in den Saathorizont einarbeiten. Das erhöht die Krümelstabilität, verbessert den Aufgang sowie den Gasaustausch und der Boden verschlämmt nicht mehr so leicht. Dies wiederum optimiert die Aktivität der Knöllchenbakterien. Diese binden mehr Stickstoff aus der Luft, wenn auch ausreichend Luft im Boden vorhanden ist.

pH-Wert
Optimal für die Aktivität der Knöllchenbakterien wäre ein pH-Werte zwischen 6 und 7. In diesem Bereich ist die Nährstoffverfügbarkeit ausgewogen und besonders die Phosphor- und Molybdänverfügbarkeit besser. Molybdän gehört zu den wichtigsten Spurenelementen bei den Leguminosen. Es ist besonders bei tiefen pH-Werten schlecht verfügbar. Auf Böden mit schlechter Nährstoffversorgung – A und B Versorgung vor allem bei Phosphor – bringt auch eine dem Bedarf angepasste Düngung zur Sojabohne Mehrerträge. Phosphor ist ein wichtiger Baustein des Energieträgers ATP in der Pflanze. Somit ist er an allen wichtigen Stoffwechselvorgängen beteiligt und sehr wichtig bei der Stickstofffixierung. Eine ausreichende P-Verfügbarkeit erhöht die Größe und die Anzahl der Knöllchen, die Effizienz der Stickstofffixierung und damit natürlich den Ertrag und die Qualität des Erntegutes.

Mehr über die Sojabohne, wie Sie Wasser sparen und die Vorteile der Einzelkorn- und Drillsaat lesen Sie in der LANDWIRT Ausgabe 24/2018.
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Aktualisiert am: 06.12.2018 11:04
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